Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Duisburger Mafia-Morde Dank Corona: Polizei schnappt nach 14 Jahren flüchtigen Killer

Pixel_Pelle

Mit diesem Foto fahndete die Polizei im September 2008 nach Francesco Pelle. Nun wurde der Killer der 'Ndrangheta in Portugal festgenommen. Die Fahndung ist nicht mehr aktuell, daher ist das Polizeifoto verpixelt.

Duisburg – Ein Anführer der kalabrischen 'Ndrangeta, der mit den Mafia-Morden in Duisburg in Verbindung steht, ist in Portugal festgenommen worden. Francesco Pelle (44) sei in einer Klinik in Lissabon aufgegriffen worden, teilte die italienische Polizei am Montag mit.

  • Kopf der N'drangheta 14 Jahre nach Duisburger Mafia-Morden festgenommen
  • Francesco Pelle wurde die Corona-Pandemie zum Verhängnis
  • 44-Jähriger wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt

Medienberichten zufolge hatte er sich dort wegen einer Corona-Infektion behandeln lassen.

Francesco Pelle in Mafia-Morde von Duisburg verwickelt

Pelle stand auf der Liste der „gefährlichsten Flüchtigen" des italienischen Innenministeriums. Der Killer der kalabrischen N'drangheta war wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden, tauchte aber im Jahr 2019 unter, nachdem Italiens oberstes Berufungsgericht die Haftstrafe bestätigt hatte.

Der 44-Jährige war einer der Hauptakteure bei einem Streit im Jahr 2007 zwischen verfeindeten 'Ndrangheta-Familien in Duisburg, in dessen Folge sechs Menschen ermordet wurden.

Gericht in Italien verurteilte Mafia-Killer Pelle zu lebenslanger Haft

Die Morde waren eine Vergeltungsaktion für die Tötung der Frau eines Mafia-Mitglieds, die Pelle befohlen hatte. Für diese Straftat wurde er in Italien verurteilt.

Die Ermordung der Frau wiederum geschah aus Rache für eine Schussverletzung, die dazu führte, dass Pelle seither auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Blutige Mafia-Fehde in Duisburg begann 1991 mit einem banalen Streit

Die Fehde zwischen den Clans Pelle-Vottari und Nirta-Strangio, die beide aus dem süditalienischen Ort San Luca stammen, hatte angeblich mit einem Streich im Jahr 1991 begonnen, bei dem Eier geworfen wurden.

Die
Morde von Duisburg gelten als Weckruf für die deutsche Öffentlichkeit, die bis dahin kaum etwas von den Mafia-Aktivitäten vor ihrer Haustür bemerkt hatte. (smo/mit dpa)