Neue Pläne für Düsseldorf Statt Rheinkirmes: Freizeitpark auf Messegelände

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Die Düsseldorfer Rheinkirmes lockt jedes Jahr fast 4 Millionen Besucher an. 

Düsseldorf – Wegen Corona fällt die Größte Kirmes am Rhein in diesem Jahr aus. Finanziell ein Desaster für die Schausteller. Doch sie arbeiten fleißig an Plänen, wie sie für Ersatz sorgen  – und vor allem: wie sie wirtschaftlich überleben können.

Außerdem gibt es eine Neuerung, was das Volksfest auf der Oberkasseler Rheinwiese angeht: Eigentlich heißt es „Größte Kirmes am Rhein". Doch im Volksmund hat das Düsseldorfer Schützenfest längst andere Namen: Die meisten Düsseldorfer und Kirmes-Gäste nennen es die „Rheinkirmes" oder „Oberkasseler Kirmes". Andere nennen die Kirmes einfach die „Rheinwiese".

Rheinkirmes Düsseldorf: Schützen sicherten sich Markenschutz

Die Düsseldorfer St. Sebastianus-Schützen, die die Kirmes veranstalten, haben sich die Marke „Rheinkirmes Düsseldorf“ sichern können.

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Laut dpa haben die Düsseldorfer Schützen den Namen beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) gesichert. Noch läuft allerdings die Widerspruchsfrist für den Markenschutz, wie aus einem Eintrag im Register des DPMA hervorgeht.

Den Markenschutz hatten die Veranstalter laut DPMA-Eintrag bereits vor einem Jahr gestellt. Erst am 19. Mai wurde der Name „Rheinkirmes Düsseldorf“ ins Register übernommen. Gibt es in den kommenden Wochen keinen Widerspruch, gilt der Schutz bis 2029.

Düsseldorf: Freizeitpark auf Messegelände

Die Schausteller, die die für sie so wichtige Rheinkirmes Düsseldorf sowie andere geplante Veranstaltungen in diesem Sommer wegen der Corona-Pandemie nicht beschicken können und dadurch wirtschaftlich immens hohe Einbußen haben, arbeiten seit Wochen mit Hochdruck an der Umsetzung von Ideen, ihre Stände und Fahrgeschäfte dennoch zum Einsatz zu bringen.

So arbeitete der Düsseldorfer Schausteller Oscar Bruch mit der Stadt Düsseldorf und der Messe Düsseldorf an einem Plan, in den Sommermonaten auf dem Messegelände einen temporären Freizeitpark zu errichten. Projektname: „Düsselland".

Auf dem weitläufigen Gelände zwischen den Messehallen sollen Imbisswagen mit Leckereien aufgestellt werden, außerdem Fahrgeschäfte wie eine Geisterbahn, ein Freifallturm, die Achterbahnen Spinning Racer und Alpina Bahn.

Da der Zugang laut der „Rheinischen Post“ über den Nordeingang erfolgen soll, wo die Besucheranzahl durch Drehkreuze registriert wird, soll so die zulässige  Personenmenge nicht überschritten werden. Schließlich gilt bis zum 31. August 2020 das Verbot von Großveranstaltungen.

Am Freitag gibt es nähere Informationen dazu im Rathaus.

Oscar Bruch selbst möchte sich dazu noch nicht äußern: „Über ungelegte Eier kann ich nicht sprechen. Ich gebe immer nur dann Auskunft, wenn alles hieb- und stichfest ist."

Schaustellerverband Düsseldorf plant Stadtteil-Veranstaltungen

Der Schaustellerverband Düsseldorf, in dem auch Bruch Mitglied ist, hat zudem ein eigenes Konzept. „Wir planen den 'Heimatsommer'. Es ist keine Kirmes 2.0. Unser Plan: Wir wollen in den Stadtteilen unterschiedliche Gewerke an unterschiedlichen Orten aufbauen. Vor allem Imbisse, vielleicht auch mal ein Kinderkarussell und eine Spielbude", erklärt Oliver Wilmering, erster Vorsitzender des Schaustellerverbandes Düsseldorf. Es gilt, die Zeit vor dem 31. August zu nutzen, in der viele Kirmesse ausgefallen sind und ausfallen werden. Die Existenzen der Schausteller sind bedroht.

Wilmering: „Es geht uns dabei nicht ums große Geldverdienen, es geht uns rein ums Überleben. Und wir hoffen, dass ab dem 31. August die Veranstaltungen wieder stattfinden können."

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