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Raub auf Kö-Juwelier Festnahmen in Serbien: Täter gehören zu berüchtigter Bande

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Die Polizei leitete im direkten Anschluss an den Überfall auf das Luxusuhrengeschäft an der Kö eine Großfahndung ein.

Düsselorf – Was für ein Vorweihnachtserfolg für die Polizei! Nur knapp eine Woche nach dem spektakulären Luxusuhren-Raub auf der Kö (EXPRESS berichtete), haben die Ermittler jetzt zugeschlagen: In Serbien wurden vier Männer festgenommen, die wohl zu einer der berüchtigtsten Räuberbanden der Welt zählen sollen.

So lief der spektakuläre Raub in Düsseldorf

Für die Mitarbeiter der „Breguet“-Uhrenmanufaktur an der Blumenstraße war es wahrscheinlich der Schock ihres Lebens: Am 14. Dezember raste um 9.56 Uhr ein Opel in ein Schaufenster, bevor wenige Augenblicke später zwei bewaffnete und maskierte Männer im Geschäft standen.

Hier riefen sie zunächst: „Einbruch, Einbruch! Alle ruhig bleiben!“, bevor sie die Auslagen ausräumten und sich insgesamt 41 Uhren (teilweise im Wert von über 200.000 Euro) schnappten.

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Die Polizei leitete im direkten Anschluss an den Überfall auf das Luxusuhrengeschäft an der Kö eine Großfahndung ein.

Ihr Auto tauschten die Täter auf der Flucht direkt mit zwei Motorrollern, die sie wenig später in der Nähe des Hofgartens zurückließen und dann laut Polizei „wie vom Erdboden verschluckt“ waren. So brachten auch eine sofort eingeleitete Ringalarmfahndung bis zur holländischen Grenze und der Einsatz eines Polizeihubschraubers zunächst keinen Erfolg.

Großfahndung nach Raub auf Kö-Juwelier in Düsseldorf

Dies sollte aber nicht bedeuten, dass die Ermittler vollkommen planlos waren. Im Gegenteil: Nach der Beweissicherung am Tatort gab es offenbar schnell eine heiße Spur, und die führte nicht in die Niederlande, sondern nach Osteuropa – genauer gesagt: nach Serbien.

Hier klickten nämlich vor zwei Tagen im Fall des Last-Minute-Raubes gleich viermal die Handschellen, wie die Düsseldorfer Polizei am Mittwoch bestätigte.

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Die Täter waren mit einem Auto in ein Schaufenster des Düsselorfer Juweliers gefahren.

Nach der Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (BKA), der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und der Ermittlungskommission „Uhr“, konnte die serbische Polizei dort zunächst die komplette Beute von der Kö sicherstellen, bevor es wenig später zu den Festnahmen kam.

Zu weiteren Details wollte sich die Polizei am Tag vor Heiligabend aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mehr äußern.

Tatverdächtige gehören berüchtigter Bande an

Wie serbische Medien berichten, soll es sich bei den Festgenommenen um vier Männer im Alter zwischen 47 und 52 Jahren handeln. Dazu soll sich der Anfangsverdacht der Düsseldorfer Ermittler bestätigt haben, dass es sich bei den Tätern auf keinen Fall um Gelegenheitsgangster handelte.

So soll das Quartett Teil der weltweit berüchtigten „Pink Panthers“-Bande (siehe Infokasten) sein!

Bereits direkt nach der Tat zeigte sich, dass in Düsseldorf Profis am Werk waren. Beispiel „Tatauto“: Hier wurde nur Stunden nach dem Raub klar, dass der Opel und die Kennzeichen geklaut waren. So stammten die Nummernschilder von einem Ford, der in Köln zugelassen war.

Dazu schlugen die Täter auch genau bei einem der letzten „pollerfreien“ Luxusgeschäfte an der Kö zu.

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