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Fahndungspanne in Düsseldorf Polizisten übersehen Koffer mit Frauenleiche

Spurensuche nach dem Tod der zunächst vermissten Elisabeth B. aus Düsseldorf-Gerresheim

In diesem Kellerverschlag zwischen Gerümpel wurde die Leiche von Elisabeth B. (†58) aus Düsseldorf-Gerresheim gefunden.

Lange hatte die Polizei in Düsseldorf nach der Leiche einer Vermissten gesucht. Bei einer ersten Durchsuchung des Kellers der Toten war die Leiche der 58-Jährigen nicht gefunden worden – das geschah Wochen später.

Düsseldorf.  Die Leiche der 58-jährigen Elisabeth B. aus Gerresheim, die von der Düsseldorfer Polizei wochenlang gesucht wurde, war in einem Koffer in ihrem Kellerverschlag versteckt. Über den Koffer sei zusätzlich eine Mülltüte gezogen gewesen. Das geht aus der Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den Sohn der Frau hervor.

Der 40-Jährige muss sich Ende des Monats wegen Totschlags vor dem Landgericht Düsseldorf verantworten, wie das Gericht am Mittwoch (10. November) mitgeteilt hat.

Der Sohn soll seiner Mutter den Hals durchgeschnitten haben, bevor er ihre Leiche entkleidete und in dem schwarzen Reisekoffer versteckte.

Grausame Tat in NRW: Sohn soll Leiche der Mutter in Koffer versteckt haben

Kurz vor der Tat soll seine Mutter ihrem Sohn gesagt haben, dass sie Angst habe, dass er sie umbringe. Die Polizei hatte Blutspuren in der Wohnung der 58-Jährigen aus Düsseldorf und an der Kleidung ihres Sohnes entdeckt, der dort gemeinsam mit seiner Mutter lebte.

Eine großangelegte Suchaktion nach der Frau auch mit Spürhunden blieb erfolglos. Erst als eine Hausnachbarin in Gerresheim Verwesungsgeruch im Keller wahrnahm, wurde ihre Leiche entdeckt. Die Polizei hatte danach „handwerkliche Fehler“ eingeräumt. Der Keller sei nicht gründlich genug durchsucht worden. Ein Mantrailer-Spürhund soll die Beamten sofort ins Freie geführt haben.

Der Angeklagte hatte zu den Vorwürfen geschwiegen, seine Verteidigerin hatte ebenfalls keine Stellungnahme abgeben wollen. Der Prozess gegen den Sohn der toten Elisabeth B. soll am 30. November beginnen. Das Gericht hat fünf Verhandlungstage eingeplant. (dpa/smo)

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