Tausende stehen Schlange Unglaublicher Andrang bei beispielloser Impf-Aktion in NRW

Impfaktion Meerbusch Schlangen

Eine Mitarbeiterin versucht den Ansturm auf das Impfzentrum am Samstag (5. Juni) in Meerbusch in geordnete Bahnen zu regeln.

Meerbusch  – Seitenscheibe runter und Arm raus: Ein Drive-in-Parcours in einem Gewerbegebiet in Meerbusch hat am Samstag (5. Juni) für großen Andrang gesorgt. Alle Termine dafür waren in sechs Stunden ausgebucht gewesen. Geimpft wurden nur Impfwillige aus dem Einzugsbereich der Praxis in Meerbusch mit vorheriger Online-Terminanmeldung. 120 freiwillige Helfer und 20 Arzthelferinnen, Krankenschwestern und Ärzte standen bereit.

  • NRW-Hausarzt impft 3000 Menschen
  • Drive-in fürs Impfen in Meerbusch
  • Mediziner beugt „Impftourismus“ vor

Kaum Erstimpfungen, zu wenige Dosen für die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen – die Prognosen für den Juni sind nach den großen Fortschritten in den vergangenen Monaten alles andere als günstig. Da kommen pfiffige Ideen genau richtig. Eine davon hat am Samstag (5. Juni) ein Allgemeinmediziner aus Meerbusch umgesetzt.

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Der Allgemeinmediziner Dr. Markus Groteguth will am Samstag (5. Juni) in Meerbusch 3000 Menschen „auf einen Schlag“ impfen.

Der Meerbuscher Hausarzt Dr. Markus Groteguth hatte sich für den 5. Juni ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Er will in einem Drive-in an einem Tag 3000 Meerbuscher impfen – das sind mehr als fünf Prozent der Einwohner der Stadt!

NRW: Hausarzt aus Meerbusch drückt beim Impfen auf die Tube

Und die besitzen dann auch gleich den kompletten Schutz, da an diesem Tag ausschließlich das Vakzin von Johnson&Johnson verimpft wird. Bei diesem Wirkstoff ist im Gegensatz zu den anderen freigegebenen Präparaten nur eine Dosis notwendig.

Dr. Markus Groteguth

Dr. Markus Groteguth und sein Team wollen im Drive-in am Samstag (5. Juni) 3000 Meerbuscher impfen. 

„Wir brauchen mehr Impfgeschwindigkeit, das bekommt man in normalen Praxisräumen nicht mehr geregelt“, sagte Dr. Groteguth dem WDR.

So geht Hausarzt aus Meerbusch gegen Impf-Tourismus vor

Alle Impfwilligen konnten sich bereits online anmelden – sofern sie auch wirklich Meerbuscher sind und aus dem Umkreis der Praxis kommen. Da der Arzt einen Impftourismus verhindern will, ist die Postleitzahl 40668 im Online-Formular voreingestellt und kann auch nicht geändert werden.

Impf-Drive-in

Ein solches Impf-Drive-in wie hier in Spanien wird es auch am Samstag (4. Juni) in Meerbusch geben.

Dass Dr. Grothegut ein solches Projekt nicht allein stemmen kann, versteht sich von selbst. Über 150 Helfer aus verschiedenen Bereichen (zum Beispiel Schützen und Feuerwehrleute) werden rund um die Meerbuscher Robert-Bosch-Straße im Einsatz sein.

Aufgeteilt ist das Gelände in eine Einfahrtszone, eine zum Check-in, eine zum Impfen und eine Ruhezone. Abgewickelt werden soll das Ganze in einem Zeitraum von neun Stunden.

Sollte die Aktion ein Erfolg werden, soll sie (genügend Impfstoff vorausgesetzt) möglicherweise wiederholt werden.

Impf-Drive-in in Meerbusch: Hunderte Anfragen täglich

An Interessenten wird es nicht mangeln, denn schon jetzt gab es angesichts der allgemeinen Situation Anfragen aus ganz Deutschland. Als die Aktion publik wurde, liefen täglich mehrere Hundert Anrufe ein. Die Anfragen mussten aufgrund der Regularien allerdings abgelehnt werden.

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