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Mord in Düsseldorf In diesem Keller lag die Leiche von Elisabeth B. (†58)

Ein Kellerabteil voller Gerümpel, ich dem die Leiche einer Düsseldorferin gefunden wurde.

In diesem Keller wurde die Leiche von Elisabeth B. gefunden. 

Die Leiche von Elisabeth B. wurde in einem Keller gefunden. Noch immer sind einige Fragen offen.

Düsseldorf – Was passierte mit Elisabeth B. (†58)? Diese Frage stellen sich seit fast drei Wochen nicht nur die Menschen in Gerresheim. Die Tatsache, dass letzte Woche endlich die Leiche der vermissten Altenpflegerin gefunden wurde, lieferte aber auch keine neuen Antworten. Deshalb ging der EXPRESS vor Ort jetzt erneut auf Spurensuche.

Es ist eine liebevoll geschriebene Traueranzeige ihrer Kollegen, die erahnen lässt, dass Elisabeth B. eine beliebte und empathische Frau gewesen sein muss.

22 Jahre arbeitet „Ella" als Altenpflegerin in Gerresheim. Viel mehr ist über die 58-Jährige, die jahrzehntelang in einem der Backsteinmehrfamilienhäuser an der Josef-Neuberger-Straße wohnte, nicht bekannt. Man habe sich immer freundlich gegrüßt und auch mal sporadisch auf der Straße vor dem Haus unterhalten, erzählt eine Anwohnerin - mehr aber auch nicht.

NRW: Schockierende Details über Tod von Elisabeth B. aus Düsseldorf

Umso schockierender sind jetzt die neuen Details zum Tod von Elisabeth B., die nach und nach durchsickern. So war es eine Nachbarin aus dem Haus, die der Polizei am 30. Juni den entscheidenden Hinweis gab, der schließlich zur Entdeckung der Leiche führte.

Die Zeichen selbst waren zu diesem Zeitpunkt kaum noch zu übersehen: So muss ein stechender Milchsäure-Gestank durch den Keller gewabert sein.

Hier, hinter dem Metallgitter eines kaum belüfteten Verschlags, stand ein Karton auf dem Boden, der etwa die Größe einer Umzugskiste hatte. Unübersehbar: Aus der aufgeweichten Pappe sickerte dazu noch eine dunkle, dickflüssige Substanz …

Düsseldorf: Nachbarin der Toten macht entscheidende Entdeckung

Warum erst eine Nachbarin diese Entdeckung knapp drei Wochen nach dem Verschwinden von Elisabeth B. machen musste und nicht die Ermittler, ist unklar.

Erstaunlich ist - auch das berichteten Anwohner jetzt dem EXPRESS - dass die Polizei sowohl am Tag der Festnahme des Sohnes (40) der Gerresheimerin, als auch am Tag danach stundenlang in der Wohnung war. Dabei drehten die Spezialisten der Kripo offenbar alles auf links, wie die Gerümpelstapel hinter einem der Fenster im zweiten Stock zeigen.

Dabei waren die Polizisten auch nicht allein. Hinter der Wohnungstüre von B., die beim Zugriff gewaltsam mit einem Rammbock aufgebrochen wurde, kamen an beiden Tagen jeweils ein anderer Spürhund zum Einsatz. Anwohner beobachteten, wie die Hundeführer sie in den Garten und ins Haus brachten. Aber waren die Vierbeiner im Keller? Auch diese Frage ließen Polizei und Staatsanwaltschaft bislang unbeantwortet.

Klar ist dagegen: Nach dem Leichenfund schlugen die Ermittler erneut in Mannschaftsstärke in der Josef-Neuberger-Straße auf - tagelang. Ob sie an dieser Stelle neue Beweise gegen den immer noch eisern schweigenden Sohn des Opfers fanden? Unklar …

Düsseldorferin vermisst: Großangelegte Suche im Rheinland

Tagelang suchte man nach Elisabeth B.. Es gab keine weiteren Hinweise zum Verbleib der Frau aus dem Düsseldorfer Stadtteil Gerresheim.

Gerresheim

In dieser Wohnung, deren Fenster mit Folie abgehängt sind, wohnte die Frau.

Die 58-Jährige war am 9. Juni 2021 von einem ihrer Söhne als vermisst gemeldet worden. Am Donnerstag traf die Polizei demnach den zweiten Sohn der Frau in der Wohnung seiner Mutter an und nahm ihn fest.

Haftbefehl wegen Totschlags gegen Sohn der Vermissten

Gegen den 40-Jährigen sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden, sagte eine Sprecherin der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Die Ermittler entdeckten in der Wohnung Blutspuren und auch an Kleidungsstücken, die dem Sohn zugerechnet werden. Eine Mordkommission ermittelt in dem Fall.

Das Telefon von Elisabeth B. ist laut Polizeiangaben seit Montag, 7. Juni um 21.40 Uhr ausgeschaltet. (jv/smo/dpa/jme)