Spektakuläre Festnahme in NRW: „Würger von der Kö“ gefasst

Spektakulärer Fahndungs- und Ermittlungserfolg der Polizei Düsseldorf. Das Foto zeigt diverse Schmuckstücke, die als Diebesgut sichergestellt wurden.

Die Polizei Düsseldorf suchte im Zuge der Ermittlungen die Besitzer der Schmuckstücke.

Manchmal ist es bei der echten Polizeiarbeit eben doch wie in einem Kriminalfilm. Der Düsseldorfer Kripo gelang jetzt jedenfalls ein Ermittlungserfolg, der sich wie das Drehbuch zu einer Tatort-Folge liest.

Düsseldorf.  Spektakuläre Festnahme und die Erleichterung: der „Würger von der Kö“ konnte endlich dingfest gemacht werden.

Er schlug im ganzen Stadtgebiet zu. Fast immer nach dem gleichen Muster. Immer riss er älteren Damen mit brutaler Gewalt die Goldketten vom Hals. Zurück blieben bei den Opfern durch den Vorgang stets hässliche Würgemale.

Das erste Mal machte er sich am 11. August über eine 92-jährige Seniorin her. Auf der Treppe zur U-Bahn auf der Königsallee schlug und trat er die alte Frau, bevor er ihr die Kette abriss. Nur zwei Tage später ging der Räuber am selben Tatort auf identische Art und Weise vor. Diesmal wurde einer 75-Jährigen die Halskette abgerissen.

Am 15. August war es eine 79-jährige Frau, der ihre Kette auf der Treppe des S-Bahnhofs Düsseldorf-Zoo auf die gleiche brutale Vorgehensweise geraubt wurde. Am 18. August schlug der Würger in einem Hausflur auf der Oberbilker Allee zu. Hier griff er eine 72-Jährige und ihren 79-jährigen Ehemann mit Reizgas an, bevor er der Frau die Halskette abriss. Die letzte Tat, die die Polizei bis dato nachvollziehen kann, geschah am 22. August. Hier riss er einer 79-Jährigen auf der Blumenstraße die Goldkette vom Hals, als sie ihrem 92-jährigen Mann beim Einsteigen in den Pkw half.

Polizei Düsseldorf arbeitete fieberhaft an Aufklärung der Raubserie

Da arbeitete die Düsseldorfer Polizei natürlich schon längst fieberhaft daran, die brutale Raubserie endlich zu stoppen. Der Durchbruch gelang schließlich, als die Ermittler eine Gemeinsamkeit zwischen den Opfern entdeckten. Kriminalhauptkommissar Dirk Sybertz: „Aus Gesprächen mit den Geschädigten ging hervor, dass sie alle vor den Taten auf der Kö zum Einkaufen oder Kaffeetrinken unterwegs waren. Da wurde klar, dass der Täter dort nach seinen Opfern Ausschau hielt, um sie dann zu verfolgen und zuzuschlagen.“

Ein weiterer Hinweis kam vom „Degussa Goldhandel Ankaufszentrum“ in der Kö-Galerie. Hier wurde man stutzig, weil ein bestimmter Kunde stets durchgerissene Halsketten versetzte.

Polizei Düsseldorf nimmt 36-Jährigen fest

Die Ermittler legten sich vor dem Geschäft auf die Lauer und mussten nicht lange warten. Beim nächsten Besuch des Täters klickten die Handschellen. Es handelte sich um einen 36-jährigen Nordmazedonier, der zuletzt in Süddeutschland gemeldet war. Dirk Sybertz: „Bei seiner Festnahme hatte der Täter noch andere Schmuckstücke dabei, die wir nicht zuordnen können. Sie stammen vielleicht von Raubzügen aus anderen Städten.“

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