Ende der Durststrecke Endlich wieder Kirmes in Düsseldorf – ohne Zäune

Ralf Malfertheiner (links) und Oliver Wilmering stehen im September 2021 vor dem "Kentucky Derby" am Düsseldorfer Tonhallenufer

Freuen sich nach rund anderthalb Jahren auf die erste Kirmes in Düsseldorf: Ralf Malfertheiner (links) und Oliver Wilmering vom Düsseldorfer Schaustellerverband.

Endlich wieder „richtige“ Kirmes. Ab Freitag, 10. September, drehen sich am Düsseldorfer Tonhallenufer die Karussells.

Düsseldorf - Anderthalb Jahre Pandemie. Für die Schausteller bedeutet das, dass sie seit dem Weihnachtsmarkt 2019 ihren Beruf nicht mehr wie gewohnt ausüben konnten. Doch jetzt freuen sie sich auf die erste Kirmes in Düsseldorf im Jahr 2021! Ohne Umzäunung, ohne Eintritt. Am Tonhallenufer gibt's ab Freitag (10. September, 14 Uhr) bis zum 19. September Kirmesspaß.

„Wir haben mit den Hufen gescharrt. Die Vorfreude ist unbeschreiblich", sagt Oliver Wilmering, erster Vorsitzender des Düsseldorfer Schaustellerverbandes.

Düsseldorfer Kirmes binnen zwei Wochen aus dem Boden gestampft

Wilmering weiter: „Die Herbstkirmes haben wir kurzfristig, innerhalb von zwei Wochen, organisiert. Mit großer und unbürokratischer Unterstützung der Stadtspitze und des Ordnungsamtes. Wir sind dankbar, dass alle so flexibel waren. Es machen zu dürfen, ist wirtschaftlich wichtig für uns. Vor allem aber ist es wichtig für unser Gemüt.“

Ralf Malfertheiner, zweiter Vorsitzender, ergänzt: „Wir bekommen ein stückweit unser Leben zurück.“  Zwar hatten sie und ihre Kollegen in diesem Jahr schon an wenigen Veranstaltungen teilgenommen wie etwa in Neuss. „Aber die Kirmes am Tonhallenufer geht einen Schritt weiter: Es gibt keine Einzäunung.“

Düsseldorf feiert „3G-Kirmes“

Auf dem Gelände gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). „Das wird durch Security-Personal an den Zugängen und auf dem Platz sowie durch eigene Sicherheitsmitarbeiter an den Geschäften stichprobenartig kontrolliert.“

Bis zu 2500 Besucher dürfen gleichzeitig auf den Kirmesplatz. Auch das wird kontrolliert. Maskenpflicht gilt auf den Fahrgeschäften und in der Gastronomie, wenn man vom Tisch aufsteht. 40 Schaustellerbetriebe sind dabei: fünf Großattraktionen wie ein Riesenrad, eine Familienachterbahn und der Musikexpress. Dazu Spielgeschäfte wie „Kentucky Derby“, Losbuden, Kinderkarussells und Gastronomie.

Geöffnet hat die Herbstkirmes täglich von 14 bis 22 Uhr, samstags und sonntags ab 13 Uhr. Am Freitag des zweiten Wochenendes kann es abends sogar eine Überraschung geben …

So planen die Düsseldorfer Schausteller weiter

Danach planen die Schausteller die Kirmes am Staufenplatz (8. bis 17. Oktober). Zudem sind sie optimistisch, dass der Weihnachtsmarkt stattfindet. Düsseldorf Tourismus und die Stadt arbeiteten daran, die Verträge lägen vor. Es gilt, die Pandemielage abzuwarten.

Positiv sehen die Düsseldorfer Schausteller auch der Rheinkirmes 2022 entgegen. „Wir haben die Hoffnung auf eine Woche Verlängerung der Rheinkirmes“, sagt Oliver Wilmering. Es gebe Gespräche mit dem Veranstalter, dem St. Sebastianus Schützenverein. Schützenchef und Kirmesbürgermeister hätten sich schon wohlwollend dazu geäußert. „Letztendlich kann das aber nur eine gemeinsame Entscheidung sein von den St. Sebastianus Schützen, der Bezirksvertretung, der Stadt und den Anwohnern.“

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