Disko-Drama in Düsseldorf Club-Boss „unter Schock” – jetzt steht böser Verdacht im Raum

Einsatzkräfte stehen vor der Düsseldorfer Diskothek „Nachtresidenz“.

Einsatzkräfte stehen vor der Düsseldorfer Diskothek „Nachtresidenz“. Dort ist am Sonntagmorgen (27. März 2022) ein Teil der Decke eingestürzt.

Endlich wieder am Wochenende feiern! Darauf haben die Fans der Düsseldorfer „Nachtresidenz“ lange gewartet. Doch gleich an einem der ersten Tage kam es in dem Club zu einem schlimmen Unfall.

Für Samstag (26. März 2022) hatten die „Nachtresi“-Macher richtig was aufgefahren und mit dem Rapper Bausa einen absoluten Star der Szene eingeladen. Die Stimmung war super – doch am Sonntagmorgen kurz vor 5 Uhr kippte sie schlagartig.

Ein Riesenknall übertönte die laute Musik, die sofort abgestellt wurde. Direkt vor der Theke, wo sich immer besonders viele Besucher aufhalten, war eine 30 Quadratmeter große abgehängte Decke abgestürzt und hatte teilweise die Menschen unter sich begraben.

Schlimmes Unglück in bekannter Düsseldorfer Diskothek nahe der Kö

Als die Meldung in der Leitstelle der Düsseldorfer Feuerwehr einging, löste diese sofort einen Großeinsatz aus: 48 Feuerwehrleute eilten – vor allem aus der nahen Feuerwache an der Hüttenstraße – zu der bekannten Disko, die an der Bahnstraße zwischen der Berliner Allee und der Kö liegt.

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Einsatzkräfte kümmerten sich zunächst einmal darum, dass nicht weitere Deckenteile herunterkommen konnten und trennten den ganzen Thekenbereich vom Stromnetz. Gleichzeitig wurden die Verletzten vom Rettungsdienst versorgt.

Düsseldorf: Decke in Club stürzt ab – zwei junge Frauen schwer verletzt

Zwei junge Frauen waren durch die herabstürzenden Deckenteile schwer verletzt worden: Eine 25-jährige Mitarbeiterin der „Nachtresidenz“ und eine 20-jährige Besucherin mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Zwei weitere Mitarbeiter der Disko, eine 20-jährige Frau und ein 21-jähriger Mann, erlitten leichte Verletzungen.

Wie durch ein Wunder wurden nicht noch mehr Menschen verletzt: Alle weiteren Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen, Besucherinnen und Besucher konnten den Club unverletzt verlassen.

Marcel Oelbracht, Geschäftsführer der Nachtresidenz, hat sich bei RP Online zu den Vorfällen geäußert. „Wir stehen alle unter Schock.“ Er wolle sich an einer möglichst schnellen Aufklärung der Ursache beteiligen, sagte er. „Wir wollen, dass der Fehler nicht nur behoben wird, sondern auch, dass dagegen vorgegangen wird.“

In den zwei Jahren erzwungener Corona-Pause war die Nachtresidenz umgebaut worden, auch die eingestürzte Decke war neu. Das Bauaufsichtsamt und die Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen – im Raum soll der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung stehen.

Deckeneinsturz in „Nachtresidenz“: Düsseldorfer Polizei ermittelt

Fast zwei Stunden dauerte der Einsatz der Feuerwehr Düsseldorf, dann rückten die knapp 50 Einsatzkräfte ab. Sie übergaben den Unglücksort an die Expertinnen und Experten der Polizei und des Bauaufsichtsamtes, die jetzt die Ursache des Einsturzes untersuchen. Die Polizei ermittelt wegen einer möglichen fahrlässigen Körperverletzung. Außerdem wurde das Amt für Arbeitsschutz eingeschaltet.

Ob und wann die bekannte Düsseldorfer Disko, die 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und bis zu 1500 Feiernden Platz bietet, wieder eröffnen kann, war am Sonntag von den Verantwortlichen noch nicht zu erfahren.

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