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3000 Spritzen an einem Tag Zeichen für nächste Massen-Impfung in NRW, diesmal für alle

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Fenster runter, Arm raus: Bei der Impf-Aktion in Meerbusch wurden 3000 Menschen in einem Drive-In-Parcour an einem Tag durchgeimpft.

Meerbusch – Die Aktion hatte im Vorfeld für Aufsehen gesorgt und wurde am Samstag mit Erfolg durchgezogen. Bei einer großen und akribisch geplanten Aktion gelang es, knapp 3000 Menschen in Meerbusch auf einen Schlag durchzuimpfen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gemeinschaftspraxis Medicm, zahlreiche freiwillige Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Schon jetzt dürfte klar sein: Das wird nicht die letzte Massen-Impfung in der Kleinstadt nahe Düsseldorf gewesen sein.

  • Beispiellose Impf-Aktion in Meerbusch in NRW am Samstag (5. Juni)
  • 3000 Menschen an einem Tag durchgeimpft
  • Es gibt Zeichen dafür, dass die Massen-Impfung nicht die letzte war

Seitenscheibe runter und Arm raus: Mehrere Ärzte haben am Samstag (5. Juni) in Meerbusch fast 3000 Impfwillige im Vorbeifahren geimpft.

Impf-Drive-in in Meerbusch voller Erfolg

Dazu richten sie einen Drive-in-Parcours in einem Gewerbegebiet ein. An vier Stationen wurde alles rund um den Piks abgewickelt, berichten Arzt Markus Groteguth und seine Kollegen auf ihrer Homepage. Dort konnte man sich an Fronleichnam online anmelden – wobei die Nachfrage sämtliche Erwartungen übertraf.

„Alle Termine waren in sechs Stunden ausgebucht, wir hatten fast 50.000 Besucher auf der Webseite“, sagte Organisatorin Maria Groteguth. „Das Feeedback war unglaublich. Wir sind sehr, sehr zufrieden.“

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120 freiwillige Helfer und 20 Arzthelferinnen, Krankenschwestern und Ärzte standen bei der beispiellosen Impf-Aktion in Meerbusch bereit. 

Nur einige wenige Menschen, die vorab einen Termin vereinbart hatten, seien nicht zur Impfaktion gekommen. Dies sei jedoch kein Problem gewesen: „Tatsächlich kamen auch einige Impfwillige ohne Termin vorbei. Deren Daten haben wir aufgenommen und die übrigen Impfdosen dann abends noch verimpft“, berichtete Groteguth.

Gegen 21.30 Uhr seien alle Impfdosen aufgebraucht gewesen.

Impfungen bekamen nur Bewohner aus Meerbusch

Geimpft werden sollten nur Impfwillige aus dem Einzugsbereich der Praxis in Meerbusch mit vorheriger Online-Terminanmeldung. 120 freiwillige Helfer und 20 Arzthelferinnen, Krankenschwestern und Ärzte standen bereit.

Verabreicht wurde ausschließlich Johnson & Johnson. Bei diesem vom Tochterunternehmen Janssen-Cilag mit Sitz im benachbarten Neuss entwickelten Impfstoff genügt eine Dosis zum vollständigen Schutz.

Das Angebot wurde in einer überwältigenden Form angenommen, auch wenn viele aufgrund des Andrangs warten mussten. Wer besonders pfiffig war, kam deshalb einfach mit dem Fahrrad oder zu Fuß, um den kleinen Stau zu umgehen.

Meerbuscher Bürgermeister lobt Impf-Aktion

Große Unterstützung erhielt das Projekt von der Stadt Meerbusch, Bürgermeister Christian Bommers überzeugte sich gestern persönlich vom reibungslosen Ablauf.

„Ein höheres Impftempo auch bei uns in Meerbusch kann nur im Interesse aller sein. Deshalb ist die Drive-in-Aktion unbedingt unterstützenswert. Ich freue mich, wenn wir gemeinsam mit der gesamten heimischen Ärzteschaft die Ärmel hochkrempeln und Meerbusch auf diesem Weg ein Stück sicherer machen können“, hatte er bereits im Vorfeld gesagt und attestierte nun eine perfekte Organisation.

Dass gleich fünf Prozent der Einwohner einer Stadt an nur einem Tag geimpft werden, ist allerdings auch wirklich außergewöhnlich und dürfte in dieser Form bislang ein einmaliger Vorgang sein.

Alle Beteiligten wollen weitere Impf-Aktion in NRW

Alle Beteiligten der Impf-Aktion in Meerbusch würden die Aktion gern wiederholen, sagte Groteguth weiter. „Die Logistik ist da, die IT auch. Sobald wir Impfstoff bekommen können, impfen wir gern weiter.“

Auch Menschen, die nicht in Meerbusch wohnen, könnten dann vielleicht berücksichtigt werden. Einen konkreten Termin für eine solche Aktion gibt es aber noch nicht. (mit jv und dpa)