Liebe dein Brauchtum Jeck, jecker, Düsseldorf Helau! Aber seit wann eigentlich?

Karnevalisten einer Fußgruppe feiern beim Rosenmontagszug.

Düsseldorf Helau! Die Jecken freuen sich auf ihr Comeback. Fotos: dpa, Lammert

Werden Sie mit EXPRESS zum Brauchtumsretter oder zur Braumtumsretterin! In einer neuen Serie stellen wir Ihnen das Brauchtum vor. Im vierten Teil unserer Brauchtums-Serie geht es um den Karneval.

Düsseldorf. Düsseldorf und sein Brauchtum. Es ist Heimat, Gemeinschaft, Identität. Doch durch Corona, Krisen und den schnellen Wandel der Gesellschaft schlafen viele Traditionen, die  uns Eltern und Großeltern mit Herz und Seele vermittelten, langsam ein. Jetzt aber kommt der Weckruf: Liebe Dein Brauchtum! Heute: Unser Karneval.

Schunkeln, feiern, bützen – wer kein ausgewiesener Feiermuffel ist, liebt den Düsseldorfer Karneval. Umso mehr tat es weh, als all das in diesem Jahr plötzlich verboten war, nachdem die Jecken 2020 noch haarscharf der Pandemie zuvorgekommen waren.

Liebe dein Brauchtum: Karneval ist Tradition

Unterbrechungen gab es auch in der Vergangenheit immer mal wieder, auch wenn die fünfte Jahreszeit in der Landeshauptstadt eine riesige Tradition hat. Bereits aus dem Jahr 1360 sind verwandte Feierlichkeiten überliefert, im 19. Jahrhundert wurde der Spaß organisierter.

1Die Tanzgarde der KAKAJU auf der Bühne.

Die große EXPRESS-Sitzung gehört längst zu den Höhepunkten der Session.

1825 gründete sich das Carnevals-Comité und damit der Vorgänger des heutigen Comitee Düsseldorfer Carneval. Heute gibt es (in nicht pandemischen Zeiten) über 300 Veranstaltungen pro Session, die traditionell am 11.11. mit einer bissig-bösen Rede beginnt, die der Hoppeditz vor dem Rathaus hält.

Wenn es dann im Februar oder März richtig jeck wird, sind Altweiber, der Kö-Karneval am Sonntag und natürlich der Rosenmontagszug unverzichtbare Termine für alle Narren. Auch wenn es schon mal einen vorgezogenen Aschermittwoch gibt. Ganz bitter: 1990 und 1991 gab es gleich zwei Absagen in Folge. Im ersten Fall witterungsbedingt, ein Jahr später wegen des Golfkriegs.

Liebe dein Brauchtum: Die Mottowagen sind weltweit bekannt

Weltweit bekannt ist der „Zoch“ aber nicht deshalb, sondern wegen seiner Mottowagen. Wenn die von Jacques Tilly, dem Großmeister seiner Zunft, präsentiert werden, werden sie nebenan in Köln vor Schreck gleich wieder nüchtern.

Wagenbauer Jacques Tilly steht in Düsseldorf vor seinen Karnevalswagen, die die Köpfe von US-Präsident Trump und die Freiheitsstatue zeigen.

Jacques Tilly sorgt mit seinen Mottowagen weltweit für Aufsehen.

Wenn Tilly die Mächtigen der Welt aufs Korn nimmt, ist das auch der „New York Times“ schon mal eine Schlagzeile wert. Für die kommende Session ist das jecke Comeback fest eingeplant. Vielleicht etwas abgespeckter als sonst – Hauptsache ist aber, dass die Narren wieder los sind.

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So viel Spaß macht der neue EXPRESS-Brauchtums-Pass

Der Brauchtums-Pass steckt im nächsten gedruckten Sonntag-EXPRESS. In ihm findet jeder Inhaber 16 Aufgaben, Zeit dafür ist bis 22.Oktober. Wer elf Stück gelöst hat, wird zum Brauchtumsretter und Gast eines tollen Treffens. Alle Aufgaben und der Pass werden noch einmal im EXPRESS am 24. August veröffentlicht.

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