Automaten-Sprenger in Heiligenhaus Sekunden später griffen LKA-Beamte zu

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Die Geldautomaten-Sprenger in der Bank in Heiligenhaus. Sekunden später griff das Einsatzkommando zu und erwischte die Gangster auf frischer Tat.

Heiligenhaus – Sie kamen mitten in der Nacht, hatten Gasflaschen dabei und ihre Gesichter maskiert: Gangster wollten am frühen Freitagmorgen einen Bankautomaten in Heiligenhaus sprengen. Doch bevor sie den großen Knall auslösen konnten, stürmten Spezialeinheiten das Bank-Foyer. Festnahme!

Seit Monaten hatte die Ermittlungskommission „Heat" des Landeskriminalamtes Düsseldorf die Bande im Visier - in enger Zusammenarbeit mit deutschen und niederländischen Polizei- und Justizbehörden.

Auf dem Weg zum Tatort verfolgt

Als die vier Niederländer sich Freitagnacht auf den Weg machten, um wieder einmal einen Geldautomaten zu sprengen, ahnten sie nicht, dass ihnen die „Heat"-Ermittler, holländische Kollegen, Spezialeinheiten und sogar ein Polizeihubschrauber auf den Fersen waren. Bereits am Vortag waren die Täter offenbar aus den Niederlanden eingereist.

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Dann wurde es spannend: Zwei der Täter postierten sich in einem Schnellrestaurant in Ratingen - offenbar, um auf die beiden Komplizen zu warten. Diese fuhren mit einem Roller zum Tatort, einem Geldinstitut in Heiligenhaus.

Bank-Eingangstür eingeschlagen

Mit einem Vorschlaghammer schlugen die Gangster die Eingangstür der Bank ein. Sie wollten gerade Gas in den Bankautomaten leiten, um ihn zu sprengen - die griffen die Fahnder zu, erwischten sie buchstäblich auf frischer Tat.

„Wir gehen aktuell davon aus, dass die Festgenommenen für mindestens acht Geldautomatensprengungen in Frage kommen. Derzeit durchsuchen unsere Kollegen der niederländischen Polizei die Wohnungen der Tatverdächtigen", sagte Frank Hoever, Direktor des Landeskriminalamtes NRW am Freitag.

Vorführung beim Haftrichter

Bei den Tätern aus dem Vorraum der Bank handelt es sich um einen 19-Jährigen und einen 22-Jährigen. Wenige Augenblicke nach ihrer Festnahme wurden auch die beiden Komplizen (19 und 20 Jahre) von Ermittlern gestellt.

Die vier Tatverdächtigen werden voraussichtlich am Samstag dem Haftrichter vorgeführt.

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