Flughafen DüsseldorfNach Monaten des Chaos: So wollen die beiden Bosse es besser machen

Die Bosse des Düsseldorfer Flughafens, Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt, stehen in der Flughafen-Halle.

Starten am Flughafen Düsseldorf eine Qualitätsoffensive: Lars Redeligx (r.) und Pradeep Pinakatt.

Neue Services, zusätzliches Personal, mehr Passagierkomfort: Die Bosse des Düsseldorfer Flughafens haben sich viel vorgenommen. 

von Michael Kerst (mik)

Der Düsseldorfer Flughafen – seit Monaten steht er für Chaos, endlose Wartezeiten und verärgerte Fluggäste. Jetzt soll alles besser werden! Die Airport-Bosse starten eine Qualitätsoffensive unter dem Namen „Off-Block“.

Eigentlich steht „Off-Block“ für das Entfernen der Bremsklötze an einem Flugzeug. Im übertragenen Sinne will der Flughafen mit mehr als 30 Einzelmaßnahmen und einem Millionen-Budget die „Bremsklötze“ in seinem System überwinden.

Düsseldorfer Airport-Bosse mit „Off-Block“-Programm

„Die Situation in den Spitzenzeiten im letzten Jahr darf sich nicht wiederholen“, sagt Flughafen-Boss Lars Redeligx mit Blick auf die Ferienzeiten in diesem Jahr. „Mit dem ‚Off-Block‘-Programm ergreifen wir gemeinsam mit Partnern die Initiative, um spürbare Verbesserungen und Stabilität an neuralgischen Punkten zu erzielen – bei der Sicherheitskontrolle, der Gepäckabfertigung und bei der Sauberkeit im Terminal“, erklärt er. Man erwarte in diesem Jahr mehr als 20 Millionen Fluggäste. 

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Finanz-Chef Pradeep Pinakatt fügt hinzu, dass an den Prozessen auf dem Vorfeld, im Terminal und in den Flugsteigen sehr viele Partner beteiligt seien, zum Beispiel mehrere Dutzend Unternehmen für die Abfertigung von Flugzeugen, Passagieren und Gepäck, über 70 Airlines, die Bundespolizei und zwei Sicherheitsdienstleister. „Dieses Räderwerk verschiedener Verantwortlichkeiten und Aufgaben muss reibungslos ineinandergreifen“, so Pinakatt. 

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Im Einzelnen gibt es folgende Neuerungen:

  1. DUSgateway: Fluggäste können online ein Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle reservieren.
  2. Priority Lane: Im Flugsteig B wird ein eigener Zugang zur Sicherheitskontrolle geschaffen, um Passagierströme besser zu steuern.
  3. Bessere Zugänge: Durch Umbauten soll der Zugang insbesondere zum Flugsteig A nach der Sicherheitskontrolle breiter und freundlicher gestaltet werden.
  4. Mehr Personal an der Sicherheitskontrolle: Die Abläufe wurden überarbeitet und zusätzlich Mitarbeiter in dreistelliger Zahl eingestellt.
  5. Steuerung der Passagierströme: Zusatzkräfte des Flughafens leiten sie zu weniger frequentierten Flugsteigen.
  6. Self Bag Drop-Schalter: Für größeren Passagierkomfort wird bis zum Beginn der Sommerferien eine vollautomatisierte Gepäckaufgabe ermöglicht.
  7. Früh-Check-in ab 3 Uhr
  8. Task Force für Flugzeug- und Gepäckabfertigung: Flughafenmitarbeiter greifen bei Bedarf ein.

Flughafen Düsseldorf: Auch Jobs und Sauberkeit stehen ganz oben

Darüber hinaus wird es eine Offensive für Airport-Jobs geben. Noch im Februar startet demnach eine breitangelegte Job-Kampagne, der im März eine Jobbörse im „Station Airport“ folgt. 

Auch das Thema Sauberkeit steht ganz oben. Der Flughafen hat bereits begonnen, die Sanitäranlagen Schritt für Schritt zu sanieren. Gleichzeitig werden neue Abfallbehälter mit einem größeren Volumen aufgestellt, die flexibel geleert werden.