Boeing 747 in der Krise Das traurige Ende der „Königin der Lüfte“ in Düsseldorf

Lufthansa Boeing 747

Lufthansa setzte die Boeing 747 über 21 Jahre lang im Liniendienst von und nach Düsseldorf ein.

Düsseldorf – Weltweit lässt ihr bloßer Anblick die Herzen von Reisenden auch nach 50 Jahren noch höher schlagen: die Boeing 747. Viele Jahre lang war sie auch am Flughafen Düsseldorf regelmäßig zu Gast, doch in letzter Zeit sind Besuche von Jumbos-Jets immer seltener geworden.

Ändern wird sich das nicht, denn Corona sorgt jetzt für das traurige Ende der „Königin der Lüfte“.

  • Am 25. April 1970 landete die erste Boeing 747 in Düsseldorf
  • Lufthansa flog mit den Jumbo-Jets vom Rhein in die USA und nach Japan
  • Iron Maiden-Sänger Bruce Dickinson landete die „Königin der Lüfte“ am Flughafen
Alles zum Thema Flughafen Düsseldorf
  • Flughafen Düsseldorf Zoll findet gegrilltes Tier im Gepäck, Anblick ist sehr unappetitlich
  • Flughafen Düsseldorf Mitarbeiter zeigen IS-Gruß auf Rollfeld, Polizei greift sofort ein
  • Flughafen Düsseldorf Frau will nach Mallorca fliegen – plötzlich hat sie Ärger mit der Polizei
  • Von Köln nach Mallorca Anreise führte zu großem Erstaunen – und dauerte zehn Stunden
  • Flughafen Düsseldorf Zwei Haftbefehle vollstreckt – ein Mann wurde jahrelang gesucht
  • Eurowings Nächster Schock für Reisende: Airline hebt Ticketpreise erneut kräftig an 
  • Flughafen Düsseldorf Polizei muss einschreiten: Drei Festnahmen vor Abflug ins Ausland
  • Chaos an Flughäfen Warnung an Reisende: Jetzt spitzt sich die Lage noch mehr zu
  • Horror am Flughafen Düsseldorf Für Michael R. (65) wird Reise-Chaos lebensbedrohlich
  • Gepäckchaos in Düsseldorf Auch das noch! Flieger hebt ohne Koffer ab – Fluggäste stinksauer

Flughafen Düsseldorf: Corona lässt den „Flugdino“ Jumbo-Jet weltweit aussterben

Die Pandemie war der endgültige Todesstoß: Selbst für die modernste Version der 747 ist 2022 Schluss. Nachdem Boeing seit dem Erstflug am 9. Februar 1969 bis zum Juni 2020 1556 Exemplare seines Flaggschiffs ausgeliefert hat, stellt der Konzern die Fertigung in seinem Riesenwerk in Everett (US-Bundesstaat Washington) dann nämlich für immer ein.

Es wird der wohl letzte Akt sein, denn schon jetzt motten Airlines weltweit ihre kerosinschluckenden „Flugdinos“ ein. So haben British Airways sowie Qantas ihre berühmten Vierstrahler jetzt schon wegen der Corona-Krise ausgemustert, während Lufthansa zumindest seine ältesten 747-Modelle in Rente geschickt hat.

Und das ziemlich genau fünf Jahrzehnte, nachdem auch in Düsseldorf der Mythos „Jumbo-Jet“ begann.

Flughafen Düsseldorf: Condor und Lufthansa brachten die Boeing 747 an den Rhein

Zur Premieren-Landung einer Boeing 747 in Lohausen kam es am 25. April 1970. Knapp ein Jahr war der Buckel-Flieger dann auch erstmals fest in der NRW-Landeshauptstadt zu Hause.

1971 stationierte nämlich der „Condor Flugdienst“ zwei Boeing 747-200 am Airport. An Bord von „Fritz“ und „Max“ fanden jeweils 470 Passagiere Platz. Zwischen Mai und September flogen die beiden Jets so auf 493 Flügen über 190.000 Fluggäste.

Deutlich mehr Kunden flog die Lufthansa mit ihren 747s von Düsseldorf aus in die Welt. Zwischen 1980 und 2001 flog die Kranich-Airline mit den Jets regelmäßig vom Rhein nach New York-JFK. Von 1982 bis 1989 nutzte man die großen Boeings auf der Strecke Düsseldorf-Tokio, sowie ab dem 13. Juni 1989 zweimal pro Woche nonstop nach Los Angeles.

Flughafen Düsseldorf: Mit der Boeing 747 ging es in die große weite Welt

Das Spiel mit den Jumbos am Airport beherrschten aber nicht nur die nationalen, sondern auch internationale Fluggesellschaften. 1983 startete Air Canada mit einer 747 nach Toronto, Montreal und Vancouver.

JAL Boeing 747

Zwischen 1885 und 1991 landete auch Japan Airlines (JAL) zweimal pro Woche mit einem Jumbo-Jet am Flughafen Düsseldorf.

Japan Airlines (JAL) flog Düsseldorf mit dem gleichen Fluggerät zwischen 1985 und 1991 auch zweimal pro Woche in Düsseldorf an und South African Airways kam mit einem Jumbo zwischen 1994 und 1997 aus Johannesburg eingeflogen.

Flughafen Düsseldorf: Landungen eines Jumbo-Jets sind 2020 nur noch eine Seltenheit

Doch nach und nach starb der 747-Liniendienst in den 2000er Jahren nach Düsseldorf aus. Dadurch bleiben Landungen der „Königin der Lüfte“ jetzt und in Zukunft selten.

Allerdings gibt es zwischendurch immer wieder einige echte Highlights. So wie die Ankunft der „Ed Force One“, einer Boeing 747-400, mit der die Metalband Iron Maiden im Mai 2016 einschwebte. Am Steuer dabei: Sänger und Pilot Bruce Dickinson höchstpersönlich. Oder die Stippvisite einer 747-8 der Lufthansa, die im Februar 2018 die neue Lackierung der Kranich-Airline präsentierte.

Iron maiden Boeing 747

Im Mai 2016 landete Iron Maiden-Sänger und Pilot Bruce Dickinson die „Ed Force One“, eine Boeing 747-400, am Rhein.

Etwas regelmäßiger sind auch noch immer wieder Frachtjumbos von Airlines wie Emirates Sky Cargo zu Gast, die alles, von Rennpferden, über Maschinenteile oder Schutzmasken von und nach Düsseldorf bringen.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.