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Wie soll das gehen? Erkrather Feuerwehrmann will 300 km/h fahren – mit dem Rad

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Feuerwehrmann oder Profisportler? Wer sagt, dass man sich da entscheiden muss - Marius Prünte hat beide seiner Träume verwirklicht.

Erkrath – Er ist der erfolgreichste Feuerwehrsportler Deutschlands, konnte schon früh wichtige Titel im Radsport gewinnen, ist in dieser Disziplin doppelter Olympiasieger und deutscher Meister, und, und, und.

Nun hat Marius Prünte (30), Profiradsportler und Brandmeister bei der Feuerwehr Erkrath, ein neues Ziel vor Augen: Er will den Geschwindigkeits-Weltrekord für Radfahrer knacken. Der liegt momentan bei 296 km/h und wurde von der Amerikanerin Denise Mueller-Korenek aufgestellt.

Erkrath: Marius Prünte hatte schon immer große Ziele

„Ich wollte schon mit zwei oder drei Jahren Profi werden", behauptet Marius Prünte. Zu dem Sport ist er ursprünglich durch seinen Vater gekommen, der früher selbst Radrennen gefahren ist: „Damals meinten meine Eltern, ich solle doch lieber erstmal was Vernünftiges ausprobieren, Fußball zum Beispiel. Nach kurzer Zeit im Verein habe ich aber gemerkt: Das ist nichts für mich." Und so landete Prünte dann doch beim Radsport.

Und das ist auch gut so. Durch sein Talent wurde er schnell in einem Profiteam aufgenommen. Seitdem konnte der 30-Jährige viele Erfolge erzielen. Seinen Traum, einen neuen Geschwindigkeits-Rekord aufzustellen, möchte er nächsten Sommer verwirklichen.

Erkrath: „Ich will mindestens 300 km/h schaffen"

Am 15. August 2021 soll es soweit sein: „Ich will dann in einer Salzwüste in Utah im Windschatten hinter einem Dragster den bestehenden Weltrekord schlagen", sagt Prünte in einem Gespräch mit EXPRESS.

Dafür würde an sich eine Geschwindigkeit von 297 km/h reichen, warum hat sich der Radsportler dann die Marke 300 vorgenommen? „Wenn schon, denn schon", lacht Prünte. „Wenn ich so nah an der 300 bin, dann will ich es auch ganz durchziehen. Das heißt aber natürlich auch nicht, dass ich bei genau 300 km/h abbremse. Je schneller, desto besser."

Erkrath: Wie läuft der Versuch zum Weltrekord ab?

Um auf die gewünschte Geschwindigkeit zu kommen, fährt Marius Prünte im Windschatten hinter einem Dragster. Zunächst ist er über ein Seil mit dem High-Speed Fahrzeug verbunden, um eine gewisse Geschwindigkeit aufzunehmen. Der Profi erklärt, dass ein Start aus dem Stand, aufgrund der langen Übersetzung des Spezialfahrrads, nicht möglich wäre.

Sobald er 100 km/h erreicht, wird Prünte vom Dragster gelöst. Danach wird der Extremsportler versuchen, mit reiner Muskelkraft seine Ziel-Geschwindigkeit zu erreichen.

Erkrath: Die Spezialvorbereitungen laufen bereits - hartes Training ist angesagt

Um sein Ziel zu verwirklichen, hat Marius Prünte am Dienstag (21. Juli) mit einem konkreten Training begonnen. Die erste Spezialeinheit fand auf der Bielefelder Radrennbahn statt. Dabei hat er eine Spitzengeschwindigkeit von circa 100 km/h erreicht.

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Auf diesem Bild sieht man, wie Prünte am Dienstag in Bielefeld auf der Radrennbahn trainiert. Statt dem Dragster ist ein Schrittmacher-Motorrad vor das Fahrrad gespannt.

Für die nächste Einheit hoffen Prünte und sein Team auf die Chance, auf einem Flugplatz üben zu können. Auch der Düsseldorfer Flughafen zählt dabei zu den Favoriten. Angestrebt sind dann ungefähr 120 km/h. Der Radsportler plant, so seiner Traumgeschwindigkeit immer näher zu kommen.

Erkrath/Hamm: 100 Kilometer mit dem Rad nach Hause

Neben den Spezialeinheiten trainiert Prünte zusätzlich dadurch, dass er von der Arbeit mindestens 100 Kilometer mit dem Rad zurück nach Hause nach Hamm fährt: „Wenn ich schnell bin, brauche ich so 2 1/2 Stunden. Das können aber auch mal vier Stunden werden, wenn ich noch ein paar Umwege für extra Kilometer fahre."

Außerdem ist der Brandmeister durch die Sporteinheiten bei der Feuerwehr sehr fit. Dazu betreibt er mehrere Arten von Ausgleichsport, wie zum Beispiel Krafttraining.

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