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„Man will ja nichts Blödes sagen“ Gelingt der ganz große Coup? Düsseldorfer für Oscar nominiert

Der Düsseldorfer Komponist Volker Bertelmann, auch bekannt als Hauschka, schaut in die Kamera.

Der Düs­sel­dor­fer Komponist Volker Ber­tel­mann, auch bekannt als Hauschka, ist für einen Oscar no­mi­niert.

Für den Düsseldorfer Komponist Volker Bertelmann war der Dienstag kein normaler Tag: Da erfuhr er nämlich von seiner Oscar-Nominierung.

Am Dienstagmorgen (24. Januar 2023) hat Volker Bertelmann aus Düsseldorf-Flingern noch gearbeitet, wie an jedem anderen Tag. Dann klingelte sein Telefon.

Am anderen Ende: eine Stimme aus Los Angeles. Und die verkündete Großartiges: Der Düsseldorfer Komponist und Pianist – auch bekannt unter dem Künstlernamen Hauschka – ist für seine Musik für den Film „Im Westen nichts Neues“ für einen Oscar nominiert.

Düsseldorfer für Oscar nominiert: „Man will ja nichts Blödes sagen“

„Als der Anruf kam, habe ich mich wahnsinnig gefreut“, sagt der 56-jährige Musiker, als EXPRESS.de ihn kurz darauf telefonisch erreicht. Insgesamt ist der deutsche Antikriegsfilm „Im Westen nichts Neues“ von Regisseur Edward Berger für neun Oscars nominiert. Sogar in der Topkategorie „Bester Film“ und als „International Feature Film“.

Seitdem die Film-Akademie die Oscar-Nominierungen für dieses Jahr bekanntgab, stand bei Bertelmann das Telefon nicht mehr still. „Ob von der Los Angeles Times, New York Times ... Aus der ganzen Welt erreichen mich Interviewanfragen. Aber auch andere Anrufe wie die von meinen Eltern natürlich.“

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Dennoch versucht er trotz der Euphorie besonnen zu bleiben. „Man muss auch eine gewisse Distanz und Haltung wahren“, sagt er. „Alles, was jetzt kommt, ist nochmal ein Booster. Die Momente, in denen man aufgeregt ist, die kommen erst noch.“ Am 19. Februar geht es mit einer ersten Branchen-Gala schon los. „Dann werden in London die BAFTAs verliehen.“

Die „British Academy Film Awards“. Bertelmann: „Dort sind dann auch fast alle Oscar-Nominierten. Danach geht es wieder zurück, und ich werde wie geplant Konzerte geben, etwa in der Elbphilharmonie. Das Leben läuft normal weiter.“

Szenenfoto aus dem Film "Im Westen nichts Neues" mit Schauspieler Felix Kammerer in der Rolle "Paul Bäumer"

Sze­nen­foto aus dem Film „Im Westen nichts Neues“ mit Schau­spie­ler Felix Kammerer in der Rolle „Paul Bäumer“.

Vorerst. Denn am 12. März ruft dann Los Angeles mit der großen Oscar-Preisverleihung. Für Bertelmann keine Premiere: 2017 war er schon einmal für einen Oscar nominiert, für seine Musik für den Film „Lion“. Da klappte es zwar nicht mit der begehrten Trophäe, doch auch da war die Ehre schon groß, nominiert zu sein.

„Der größte Gewinn für mich ist es, mit Menschen zusammenzutreffen, die ich nur vom Hörensagen oder aus dem Fernsehen kenne.“ Nun ist der Oscar wieder in greifbarer Nähe. Wie bereitet er sich auf die Verleihung und den möglichen Gewinn vor? Volker Bertelmann: „Ich werde mir im Vorfeld eine Rede überlegen. Man will ja nicht vor Millionen von Leuten etwas Blödes sagen.“

Düsseldorfer Volker Bertelmann - macht er es wie Luise Rainer?

Sie ist die einzige deutsche Schauspielerin, die jemals einen Oscar gewonnen hat – und das auch noch zweimal hintereinander: Luise Rainer (†104), geboren 1920 in Düsseldorf. Die Jüdin spielte zunächst bei Max Reinhardt in Wien und bekam 1935 einen Sieben-Jahres-Vertrag der Filmproduktion MGM, zog nach Amerika – auch auf der Flucht vor den Nazis, die seit 1933 an der Macht waren.

Die jüdische Schauspielerin Luise Rainer freut sich am 05.09.2011 auf dem Boulevard der Stars in Berlin über ihre Würdigung mit einem Goldenen Stern.

Der deutsche Hollywood-Star Luise Rainer, hier im Jahr 2011, starb 2014 im Alter von 104 Jahren.

In Hollywood wurde Luise Rainer schnell zum Star und schaffte das Unglaubliche: Schon 1937 gewann sie den Oscar als beste Hauptdarstellerin im Film „Der große Ziegfeld“ … und 1938 gleich noch mal für „Die gute Erde“. Während des Zweiten Weltkrieges kämpfte sie gemeinsam mit Albert Einstein für die Flucht von Juden aus Deutschland.

1943 zog die Schauspielerin zurück nach Europa, lebte in der Schweiz und in Großbritannien. Sie starb 2014 in London, kurz vor ihrem 105. Geburtstag. 2017 wurde eine Straße in Flingern nach Luise Rainer benannt.

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