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Tilly frech wie Rotz Düsseldorf: Satirische Motto-Wagen rollen trotz Corona

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Bei den „Motto-Wagen“ in Düsseldorf bekommen auch die „Querdenker“ ihr Fett weg. Einem „Querdenker“ fliegt sein Gehirn aus dem Kopf.

Düsseldorf – Satire lässt sich nicht unterkriegen – auch nicht von einem Virus. Um in diesem Sinne ein Zeichen zu setzten, hat das Comitee Düsseldorfer Carneval  (CC) es sich nicht nehmen lassen, trotz coronabedingter Zoch-Absage acht politische Mottowagen von Rosenmontagswagenbauer Jacques Tilly entwerfen und von ihm und seinem Team kurzfristig anfertigen  zu lassen.

  • Rosenmontag: Mottowagen trotzen Corona
  • Nicht nur Politiker werden verhöhnt
  • Geheimnis wurde streng gehütet

Streng gehütet wurden die acht Mottowagen, die Tilly und sein Team kurzfristig zu Rosenmontag fertiggestellt  hatten. Der Auftrag dazu kam vom CC erst am 4. Januar. Seitdem wurde in der Wagenbauhalle Tag und Nacht gearbeitet.

Am Montag-Mittag (15. Februar) wurden die Wagen erstmals der Presse präsentiert, bevor sie  wie normale Verkehrsteilnehmer über unterschiedliche Routen, die geheim gehalten wurden, durch Düsseldorf fuhren. So wurden sie Corona-konform der Bevölkerung gezeigt.

„Ein symbolischer Akt. Es geht darum, ein Zeichen für die Narrenfreiheit zu setzten“, sagt Tilly, der verschmitzt gesteht: „Ich lebe für den Zoch, für die Mottowagen. Ich bin dieses Jahr wieder voll auf meine Kosten gekommen.“

Düsseldorf: Kübelweise satirischer Senf

Kübelweise satirischen Senf über die Politik ausschütten, das ist Tillys Credo. Und er hat es wieder geschafft: Die politischen Mottowagen sind frech wie Rotz, bissig und legen den Finger punktgenau in die Wunde! Sein Lieblingswagen?

„Mein Lieblingsthema: die katholische Kirche!“ Der Mottowagen zeigt einen Bischof mit Weihrauch und Bischofsstab in den Händen. Nur diese Mitra ist irgendwie anders … ein Penis!

Darunter der Spruch: „Das Kernproblem der katholischen Kirche“. Tilly: „Das größte Problem der katholischen Kirche ist die Sexualität. Sexueller Missbrauch, Zölibat, Homosexualität, Patriarchat … Da haben wir einen kräftigen Wagen gebaut.“

Düsseldorf: Auch deutsche Politik kriegt Fett weg

Ebenfalls großartig: Der letzte Wagen, den das Tilly-Team aktuell fertiggestellt hat. Es zeigt den nackten Ex-Präsidenten der USA, Donald Trump, der auf einem Drehspieß gegrillt wird. Darunter der Slogan: „Make America great again!“

Auch die deutschen Politiker kriegen ihr Fett weg: „Weitermerkeln mit Armin Laschet“ zeigt ein weiterer Mottowagen. Und der russische Präsident Putin bekommt auf einem Wagen  durch Kreml-Kritiker Nawalny einen Tritt in seine empfindlichen Weichteile.

Rosenmontag: Querdenker werden verhöhnt

Auch die Querdenker bekommen einen satirischen Tilly-Schlag als hirnloses „Querdenkmal“ versetzt. Ebenso Polens Abtreibungsgegner. Und Tilly  streut auch Salz auf die Klimawandel-Wunde.

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Trotz Corona ziehen auch diese Jahr wieder „Motto-Wagen“ an Rosenmontag (15. Februar) durch Düsseldorf. Hier dient Donald Trump als Spanferkel über dem Feuer.

Sein Mottowagen zeigt die Menschheit vor dem Corona-Problem. Dahinter stürzt die Welle der Klima-Katastrophe auf sie ein. Tilly: „Die Klima-Katastrophe ist das eigentliche Problem der Zukunft.“

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