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Großkonzert in der Düsseldorfer Arena Markus Söder: „Katastrophale Signalwirkung“

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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder schießt aus dem fernen München gegen das Düsseldorfer Großkonzert - ohne die Stadt beim Namen zu nennen.

Düsseldorf – Das geplante und höchst umstrittene Großkonzert mit Bryan Adams & Co. - es bekommt jetzt auch einen kritischen Kommentar aus dem fernen München, von keinem Geringeren als dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.

Dabei nennt Söder Düsseldorf gar nicht beim Namen, aber wenn er sagt: „Ich möchte darauf hinweisen, dass ich das Zulassen von Konzerten mit 13.000 Leuten für absolut nicht vertretbar halte. Bitte sehr herzlich, dass man das nochmal überdenkt. Das ist eine katastrophale Signalwirkung für das ganze Land“, dann ist schon wegen der genauen Zahl der Zuschauer klar, dass er die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt und ihre Konzert-Pläne meint.

Großkonzert in der Arena: Darum hält Markus Söder es für unverantwortlich

Alles zum Thema Thomas Geisel

„Wir haben derzeit schon Schwierigkeiten und müssen auch nochmal schauen, wie wir Möglichkeiten finden, bestimmte große Ansammlungen von Menschen in vernünftiger Form zu leiten zu und zu lenken, insbesondere was den Alkohol betrifft“, sagte der Ministerpräsident. „Dann können wir nicht gleichzeitig Konzerte mit 13.000 Leuten zulassen, das setzt eine Signalwirkung ins Land, die die gesamte Philosophie konterkariert.“

Großkonzert in der Arene droht auch ein erneutes Fiasko für OB Thomas Geisel zu werden.

Wer viel Verantwortung hat, braucht viele gute Ratgeber und muss auf diese auch mal hören.

Im neusten Kapitel der denkwürdigen OB-Wahlkampf-Geschichte beweist Thomas Geisel einmal mehr, dass genau das nicht seine Stärke ist.

Geisels Streit mit dem Gesundheitsminister: Wie es dazu kam

Es geht eigentlich „nur“ um ein Konzert – so wie es vor Wochen „nur“ um einen Radweg und dann „nur“ um ein kaum mehr als 40 Sekunden langes Video geht.

Wer aber in diesen „Nur“-Fällen das Vorgehen der Stadt kritisiert, der erlebt ein ums andere Mal, dass OB Thomas das ganz persönlich nimmt und solche (Sach-)Kritik sofort zum Teil des Wahlkampfes erklärt.

Nun ist es also NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der diese Seite des OB erlebt.

Geisels Streit mit Minister Laumann: Stadt hatte Ministerium ignoriert

Geisel und seine Mannschaft aus der Veranstaltungstochter D.Live und dem Gesundheitsamt wollten Sensationelles hinlegen: ein Großkonzert mit 13.000 Zuschauern in der Arena mit Stars wie Bryan Adams.

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Bryan Adams sollte am 4. September in der Düsseldorfer Arena endlich wieder rocken.

Nun gibt es aber die „Coronaschutzverordnung“ aus dem Hause Laumann – und in der steht unter dem Paragrafen 8: „Musikfeste, Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen sind bis mindestens zum 31. Oktober 2020 untersagt.“

Geisels Streit mit dem Gesundheitsminister: Laumann war irritiert

Es überrascht nicht, dass Laumann entsprechend pikiert reagierte: „Konzept und Genehmigung sind jedenfalls nicht mit dem Land abgestimmt, und ich habe begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage“, befand er trocken und legte nach: „Dass ein lokales Gesundheitsamt in dieser Lage eine Veranstaltung dieser Größenordnung im Alleingang genehmigt, hat mich als Gesundheitsminister nachhaltig irritiert. Dass die Stadt selbst Mitveranstalter dieses Festival zu sein scheint und keinerlei Abstimmung mit dem Land sucht, macht das Verhalten noch unverständlicher.“

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Von den Düsseldorfer Konzertplänen in der Arena offensichtlich entsetzt: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Geisels Streit mit dem Gesundheitsminister: Laumann könnte Großkonzert verbieten

Als die Stadt das Großkonzert lauthals herausposaunte, musste man davon ausgehen, dass sie das Projekt natürlich mit dem Ministerium abgestimmt haben sollte. Hatte sie aber nicht!

Dennoch antwortete Geisel dem Minister auf seiner Facebook-Seite ausgesprochen patzig.

Sollte Laumann das Konzert nun verbieten, wäre das wohl das nächste Fiasko für den OB.

Geisels Streit mit dem Gesundheitsminister: Und das sagen die anderen OB-Kandidaten dazu

  • Der CDU-OB-Kandidat
  • Die FDP-OB-Kandidatin
  • Der grüne OB-Kandidat

Geisels Streit mit dem Gesundheitsminister: Auf der Facebook-Seite des OB gibt es einen Shitstorm

Politische Beobachter des Düsseldorfer OB-Wahlkampfes wissen es längst: Der tägliche Blick auf die Facebook-Seite „Oberbürgermeister Thomas Geisel“ lohnt sich. Und tatsächlich antwortete Geisel hier blitzschnell auf die Kritik von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, zeigte sich „verwundert“.

Doch während Geisel ansonsten auf seiner Facebook-Seite überwiegend Zustimmung seiner Sympathisanten und Parteifreunde bekommt, erntete er diesmal einen wahren „Shitstorm“.

Weit über 200 Kommentare gab es innerhalb eines einzigen Tages, die meisten ablehnend.

Hier einige Beispiele:

  • „Der nächste Brief aus der Reihe „Geisel-Briefe – wie ich versuche meine Fehler mit langen Briefen zu verschleiern anstatt einfach zu sagen: War doof, sorry!“ (Markus J.)
  • „Großveranstaltungen sind laut Landesverordnung bis Oktober verboten. Darum wird die Veranstaltung auch bald abgesagt.“ (Christoph S.)
  • „Solche Entscheidungen machen mich echt fassungslos. Die Kinder sollen mit Maske im Unterricht sitzen, und gleichzeitig wird eine Großveranstaltung geplant, wobei die Zahlen immer mehr steigen. Unmöglich sowas!“ (Michaela T.)
  • „War immer sehr überzeugt von der Arbeit des OB – echt gut die letzten Jahre. Aber was ist das? Immer mehr Biergärten und Veranstaltungen. Ich glaube, ich wähle diesmal anders.“ (Bert S.)
  • „Völliger Schwachsinn … und dann noch Künstler, die sicher am Wenigsten finanziell leiden jetzt“ (Sebastian H.)
  • „Die, die zu diesem Konzert gehen und sich dort womöglich infizieren, begeben sich in den Folgetagen doch unter das normale Volk (Arbeitsstelle, ÖPNV, Einkaufen) und können dabei ebenfalls wieder andere Leute anstecken – also ein unkalkulierbares Risiko!“ (Amber A.)
  • „Solange die Kinder  mit Masken im Unterricht sitzen müssen, ist es unverantwortlich, so eine Veranstaltung zu gewähren. (Ellina F.)

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