Düsseldorfer Spielplätzen: Weil Bäume fehlen Sonnenstich-Gefahr für Kinder

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Mit dem Slogan „Sommer. Spielplatz. Sonnenstich?" wollen Keller und die CDU provokant auf das Hitzeproblem auf Spielplätzen aufmerksam machen.

Düsseldorf – Jetzt ist der Sommer auch in Düsseldorf angekommen - und zwar mit voller Wucht. Bis zu 37 Grad heiß soll es diese Woche noch werden.

Im Haus ist es bei diesen Temperaturrekorden kaum auszuhalten, da machen sich viele Eltern mit ihren Kindern gerne auf den Weg zum nächsten Spielplatz. Dort ist die Hitze bestimmt besser zu ertragen und der Sprössling ist auch beschäftigt. Klingt doch spitze, oder nicht?

Düsseldorf: Kein ausreichender Schutz vor Sonne

Naja, die Vorstellung entspricht leider nicht immer ganz der Realität. Wer auf ein schönes Plätzchen im Schatten hofft, wird vor Ort oftmals enttäuscht. Meistens sind weder die Bänke, noch die Spielgeräte ausreichend vor der Sonneneinstrahlung geschützt. Die Kinder sind dadurch besonders gefährdet, denn auch Kleidung und Sonnencreme bieten nicht genügend Schutz.

Düsseldorf: Mehr Schattenzonen auf Spielplätzen

Nach dem Motto „Schatten spenden, Kinder schützen" setzen sich nun OB-Kandidat Dr. Stephan Keller (CDU) und die stellvertretende Parteivositzende der CDU Düsseldorf, Angela Erwin MdL, gegen das Problem ein.

Das Ideenkonzept haben sie am Donnerstag (6. August) auf dem Spielplatz im Belsenpark vorgestellt. Keller erklärt, worauf bei der Ideenkonzeption geachtet werden muss: „Düsseldorf ist eine wachsende Stadt, da muss auch die Infrastruktur mithalten. Dabei dürfen auch Familien nicht vernachlässigt werden, sondern sollen sich wohlfühlen."

Erwin ergänzt: „Bei der Planung stehen Schatten und Hitzeschutz im Vordergrund. Mit dem Klimawandel werden die Sommer immer heißer und länger, da müssen wir reagieren."

Düsseldorf: „Zwei Fliegen mit einer Klappe"

Aus den Überlegungen gehen vor allem zwei Konzepte hervor. Einmal hat sich der OB Kandidat in Bezug auf die Klimaschutzinitiative vorgenommen, in Düsseldorf insgesamt 5000 Bäume an den verschiedensten Standorten neu zu pflanzen. Zu den Standorten, die infrage kommen, gehören praktischerweise auch Spielplätze: „Da kann ich dann sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen," so Keller.

Die zweite Idee ist die, Sonnensegel auf den Spielplätzen zu bauen, die Schatten erzeugen: „Diese Sonnensegel sind insofern effektiv, weil man sie leicht, je nach Jahreszeit, auf- und abbauen kann. Sie werden außerdem aus sehr strapazierfähigem Material hergestellt", sagt Rolf Tups, Fraktionsvorsitzender der CDU Düsseldorf.

Eine dritte Alternative, die zur Debatte stand, wurde zunächst erstmal ausgeschlossen. Bei dem Konzept wären Kühlleitungen installiert worden. Durch Wasserverdunstung wäre die Luft bis zu sechs Grad abgekühlt worden. Jedoch gibt es gesundheitliche Bedenken bei diesem System, die durch die Pandemie noch verstärkt wurden. Somit scheidet die Wassermethode vorerst aus.

Düsseldorf: Warum geschah bisher nichts?

Auf diese Frage antwortete Erwin, dass es 2019 bereits einen ähnlichen Antrag gab, um das Hitzeproblem auf Spielplätzen unter Kontrolle zu bekommen. Der war aber abgelehnt worden. Die Freiflächen um einige Spielplätze, wie zum Beispiel um den im Belsenpark, bieten jetzt aber einen „open space", wo wunderbar Bäume gepflanzt werden können.

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