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Unfassbare Bilanz der Polizei Zwei Nächte Randale-Wahnsinn in der Altstadt von Düsseldorf

Menschen feiern am Burgplatz in Düsseldorf.

Die Lage in Düsseldorf geriet ob der großen Menschenmenge und vielen Aggressionen außer Kontrolle.

Altstadt-Randale in Düsseldorf: Die Polizei in der Landeshauptstadt zieht nach zwei Nächten Feierlichkeiten zu Karneval eine grausige Bilanz.

Was ist in diese Leute gefahren? Dass man auch in Corona- und Kriegszeiten nicht auf Karneval verzichten möchte, kann man ja vielleicht noch im Ansatz verstehen. Aber dass es in Zeiten, in denen anderswo Menschen um ihr Leben kämpfen und sterben, wieder Altstadt-Randale gibt – und das auch noch in einem nie dagewesenen Maße – das macht einen sprachlos. Die Düsseldorfer Polizei jedenfalls zieht eine erschütternde Bilanz von zwei Nächten des absoluten Wahnsinns.

Düsseldorf: Lage am Burgplatz eskaliert, Polizei ständig im Einsatz

Wieder war es der „Randale-Hotspot“ Burgplatz, an dem die Lage für die Einsatzkräfte eskalierte: „Tausende junge Leute“ – so ein Polizeisprecher – hätten sich hier bei schönem Wetter gedrängt. Am Samstagabend wurde es der Polizei dann einfach zu voll: Die Freitreppe unterhalb des Schlossturms musste geräumt und für die Dauer der Nacht gesperrt werden.

Polizei baut sich vor feiernder Menge in Düsseldorf auf.

Die Polizei war in den beiden Nächten in Düsseldorf im Dauereinsatz.

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Und bei dieser Räumung reichten die Hundertschaften der Polizei nicht aus: Die Boote der Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr mussten Unterstützung leisten.

Aggressive Grundstimmung in Düsseldorf hält Polizei in Atem

Und je später der Abend wurde, um so brisanter wurde die Lage: „Die Stimmung der feiernden jungen Menschen schlug mit steigendem Alkoholpegel um“, berichtet ein Polizeisprecher. „Die Grundstimmung war auch später im Kernbereich der Altstadt außergewöhnlich aggressiv. Die teilweise offen zur Schau gestellte Aggressivität dauerte in beiden Nächten bis in die Morgenstunden an.“ Dabei hätten die eingesetzten Beamten es mit zahlreichen „Pöbeleien, Schaukämpfen und Beleidigungen“ zu tun bekommen.

Und was sich in den vergangenen Monaten immer wieder an den Wochenende in der Altstadt ereignet hatte, passierte auch jetzt: „So kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen junger Menschen“, so der Polizeisprecher. „Ohne Pause mussten die Polizistinnen und Polizisten Streitigkeiten schlichten. Nicht selten richtete sich die Aggression – auch ohne erkennbaren Anlass – gegen die Beamtinnen und Beamten.“

Einsatzprotokoll der Polizei zeigt hunderte Fälle in Düsseldorf

Die Einsatzkräfte seien in der gesamten Altstadt in beiden Nächten präsent gewesen und gegen Provokateure und Straftäter konsequent und unmissverständlich eingeschritten. Rund 300 Einsätze verzeichnet das Einsatzprotokoll der Polizei allein in diesen beiden gewaltsamen Nächten.

Und die Düsseldorfer Polizei befürchtet, dass das nicht das Ende war: Der Polizeisprecher kündigt „auch für die verbleibenden Karnevalstage eine hohe Präsenz in der Innenstadt“ an.

Das Einsatzprotokoll der Polizei

Seitenweise könnte die Polizei die Einsätze aus den beiden Nächten beschreiben. Sie beschränkt sich auf die furchtbaren „Highlights“:

Von Freitag auf Samstag

  • 22.36 Uhr: Mehrere Personen treten im Hofgarten auf eine männliche Person ein.
  • 22.38 Uhr: Ein 16-Jähriger filmt Polizeibeamte und beleidigt diese ohne erkennbaren Grund, schlägt einen Beamten mit der Faust.
  • 22.42 Uhr: Bei einem Streit zweier Gruppen treffen Polizisten auf einen hochaggressiven 19-Jährigen. Ein Beamter wird leicht verletzt.
  • 23.33 Uhr: Zivilbeamte erwischen vier Taschendiebe „bei der Arbeit“.
  • 1.42 Uhr: Nach einem Platzverweis am Burgplatz bespuckt, beleidigt und tritt einer 21-Jährige Beamten.
  • 3.17 Uhr: Ein Mann wird auf der Schneider-Wibbel-Gasse beraubt.

Von Samstag auf Sonntag

  • 19.40 Uhr: Ein Minderjähriger leistet Widerstand gegen Ordnungsamtsmitarbeiter.
  • 22.23 Uhr: Zivilbeamte werden von zwei Personen angegangen, einer wird leicht verletzt.
  • 1.36 Uhr: In einer Gaststätte an der Kurze Straße schlägt ein Mann einem anderen einen Bierkrug gegen den Kopf.
  • 2.17 Uhr: Am Grabbeplatz stellt ein Sicherheitsdienst einen Wildpinkler zur Rede. Unbeteiligte mischen sich ein. Aus der Gruppe heraus wird Reizgas eingesetzt.
  • 2.59 Uhr: Auf der Flinger Straße streitet sich ein Pärchen lautstark und greift dann gemeinsam Polizeibeamte an.
  • 5.30 Uhr: Vor einer Diskothek auf der Neustraße geraten zwei Gruppen in Streit. Ein Tatverdächtiger schlägt seinem Gegenüber eine Flasche gegen den Kopf. Ein Anderer setzt Pfefferspray ein.

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