Wuppertal Bluttat im Ausländeramt – Mitarbeiterin bei Angriff schwer verletzt

Schwerer Unfall in Düsseldorf Lkw überrollt Fahrradfahrer – er ist sofort tot

Dü_ Tödlicher Unfall

Bestatter holen am Montag (27. Juli) das tödlich verunglückte Unfallopfer am Oberbilker Markt ab.

Düsseldorf – Düsseldorf wird zur Fahrrad-Stadt. Schlangen vor den Zweirad-Geschäften, vergriffene E-Bikes und an den Zählstellen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) wurden in diesem Jahr 31 Prozent mehr Verkehr registriert.

Doch das Wegenetz ist veraltet. Lerke Tyra, stellvertretende Vorsitzende vom Düsseldorfer ADFC meint: „Jede Kreuzung in Düsseldorf ist eine Todesfalle.“

Düsseldorf: Radfahrer hatte keine Chance und starb noch am Unfallort

Eine Einschätzung, die sich am Montag leider bestätigt, als es eben an einer solchen Stelle den ersten tödlichen Radunfall des Jahres am Rhein gibt.

Unglücksort ist die Werdener Straße/Ecke Mindener Straße, direkt vor dem Düsseldorfer Justizzentrum. Dort quert ein 53-jähriger Düsseldorfer auf seinem Fahrrad die Fahrbahn auf dem nur blass abgesetzten Radweg. Die Folge: Eine 42-jährige Lkw-Fahrerin, die ihrem Lkw (Auflieger mit Muldenkipper) ) auf der Werdener Straße in Richtung Kettwiger Straße unterwegs war, übersieht den Mann und überrollt ihn.

Der Mann hat keine Chance und stirbt noch am Unfallort. Die Fahrerin selbst kann noch die Feuerwehr informieren. Ein Notfall-Seelsorger kümmert sich anschließend um die geschockte Frau.

Düsseldorf: Radwege müssten nach dem Vorbild Italien besser markiert werden

Während die Polizei den schweren Unfall dokumentiert, kommt schon der Leichenwagen. An dieser Stelle kann man zu Recht die Frage stellen: Wie sicher sind unsere Fahrradwege?

Der ADFC fordert schon seit langem, mehr Investition in das bestehende Netz. Lerke Tyra: „Die alten Radwege müssen farblich deutlich markiert oder baulich von der Fahrbahn getrennt werden. In Italien macht man das mit grüner Farbe. Das schafft mehr Aufmerksamkeit bei den Autofahrern.“

Düsseldorf: Polizei zählte 613 Unfälle und 84 verletzte Fahrradfahrer

Um die Sichtbarkeit zu erhöhen fordert der ADFC, Parkstreifen vor Kreuzungen abzuschaffen, um die Übersicht zu verbessern. Außerdem ist man für die Senkung der Abbiege-Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer.

Brutale Messer-Attacke am Oberbilker Markt in Düsseldorf

Lerke Tyra: „Damit haben Autofahrer und Radler mehr Zeit zu reagieren, denn Abbiege-Situationen sind die Hauptursache bei den Radunfällen.“ In Düsseldorf krachte es so 613 Mal im letzten Jahr. Dabei wurden 84 Fahrradfahrer schwer verletzt.

Düsseldorf: ADFC bemängelt zu wenig Geld für das Radwegenetz

Deshalb fordert der ADFC mehr Investitionen der Stadt. Nur 2,80 Euro pro Einwohner seien im Etat 2020 für den Ausbau des Radwegenetzes verplant. In Utrecht seien das 132 Euro und selbst Berlin steckt 4,70 Euro pro Einwohner in diese Infrastruktur.

Wenn Sie als Radfahrer auch tagtäglich brenzliche Situationen in Düsseldorf erleben, dann schreiben Sie uns doch eine E-Mail an: duesseldorf@express.de und erklären, wo die Unfallschwerpunkte aus Ihrer Sicht liegen und was sich dort verbessern muss.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.