Ärger in Düsseldorf Kunstprofessor füllt sich ab und packt allen an den Po

kunstakademie

Die Düsseldorfer Kunstakademie in einer Aufnahme aus dem Jahr 2019 (Symbolfoto).

Düsseldorf – Das weiß Mann nicht erst seit der MeToo-Bewegung: Einer Frau ungefragt an den Po fassen, geht gar nicht.

Doch genau das tat ein Professor der Kunstakademie bei einem Fest im Innenhof. So muss der 68-Jährige dann auch die Konsequenzen tragen. Ein Disziplinarverfahren wurde eingeleitet und er landete als Grapscher vor dem Düsseldorfer Amtsgericht.

Düsseldorf: Kunstprofessor gibt Grapscherei zu

Dort gibt er den Vorfall auch zu. Doch einen sexuellen Hintergrund habe es nicht gegeben.

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Drei Tage vor der Tat war der Künstler am Kiefer operiert worden. Trotzdem sagte er die Prüfungen an dem Tag nicht ab. Vollgepumpt mit Antibiotika und Schmerzmitteln prüfte er seine Studenten von morgens bis nachmittags.

„Ich hatte den ganzen Tag nichts gegessen und getrunken und wollte auch sofort nach Hause fahren.“

Er plauderte noch mit den Akademie-Schülern auf dem Flur. Und die wollten ihn überreden, noch mit auf das Fest im Innenhof zu kommen.

Düsseldorf: Professor trank zu viel, dann belästigte er Ex-Studentin

Sie sagten: „Sei doch nicht so langweilig. Komm’ mit!“ Also gab er nach und trank auch einige Bierchen.  „Das ging ab, wie eine Rakete“, so der Professor vor Gericht.

In ihm explodierte es förmlich. „Alles ist prachtvoll, die Musik spielt, die Sterne funkeln. Das Leben ist schön.“ So beschreibt er seine Stimmung.

Euphorisch  begab er sich auf die Bühne und imitierte dort  Joe Cocker mit „You are so beautiful“.

Düsseldorf: Kunstprofessor verteilte im Takt der Musik Klapse

„Ich habe mich wie ein Clown im Kreis gedreht und gesungen. Allen Tanzenden, die um mich herum waren, habe ich im Takt der Musik einen Klaps auf den Po gegeben. Egal, ob Mann oder Frau. Sogar meinem damaligen Tutor. Ich wusste nicht mal, wen ich da alles berührt habe.“

Als sein Tutor ihm sagte: „Lassen Sie das besser“.  Da war es  schon passiert. Eine Ex-Studentin (28) schrie ihn an:  „He! Ich will das nicht.“ Sofort entschuldigte sich der Professor.

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Vor Gericht sagt er: „Da ist alles schief gegangen. Eine schlechte Performance eines alten Lehrers.“

Düsseldorfer Kunstprofessor: 4500 Euro Bußgeld ans Frauenhaus

Wegen dieser Hintergründe wurde das Verfahren eingestellt. Der Professor muss ein Monats gehalt (4500 Euro) als Bußgeld ans Frauenhaus zahlen.

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