Nach Tod mit nur 66 Jahren Petition fordert Denkmal für die Hexe von der Kö

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So könnte ein Denkmal für die Hexe von der Kö aussehen - der EXPRESS hat schon mal eine Simulation gemacht.

Düsseldorf – Der Tod der „Hexe von der Kö“ die Düsseldorfer tief erschüttert. 25 Jahre verzauberte Angelika Tampier alias Angela Spook die Kö und ihre Besucher.

Es gibt kaum einen Düsseldorfer, der die Hexe nicht kannte. Ohne sie wird auf der Kö etwas fehlen.

Nach dem Tod der Hexe von der Kö: Bürger wünschen sich ein Denkmal

Um diesen Platz auszufüllen und an die Hexe von der Kö zu erinnern, möchte Marina Paciorek (29) ein Denkmal für Angela Spook errichten lassen. Dafür hat sie eine Petition gestartet.

„Vielen ist wie mir die Idee gekommen, dass die Kö ohne unsere Hexe einfach nicht dasselbe ist. Und ich habe dann die Petition gestartet, damit sie  nicht in Vergessenheit gerät. Wir haben auf der Mittelstraße die Statuen der streitenden Männer. Wieso also nicht unsere echte, freundliche Hexe verewigen“ erklärt die 29-Jährige ihren Einsatz.

Nach dem Tod der Hexe von der Kö: Schon viele Unterschriften für die Petition

Mit ihrem Vorhaben wendet sie sich direkt an den OB. Die Petition ist auch bis zur  IG Kö vorgedrungen. Sie hat am Dienstag Vorstandssitzung und wird dort über ihre Haltung zu der Statue abstimmen.

Bisher haben 741 Leute die Petition unterschrieben. Auch in den Kommentaren wird klar: Die Düsseldorfer wollen die Statue, um an die Hexe von der Kö zu erinnern.
Einige Stimmen:

  • „Ohne sie ist die Kö nicht mehr das Gleiche.“
  • „Diese Frau gehört einfach zum Düssel-Dorf, wie sein Senf und wie sein Altbier!“
  • „Ich finde sie gehört einfach zur Kö. Ich weiß noch es gab ein Tag wo es mir total schlecht ging und sie mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.“

Viele Bürger  und hoffen, dass die Stadt der Kö-Hexe genauso gedenken will wie sie.

Nach dem Tod der Hexe von der Kö: Düsseldorfer erinnern sich

Spitzer Hut, schwarzes Gewand, in der einen Hand der Besen, in der anderen ein Rabe – so kannte ganz Düsseldorf die Hexe von der Kö. So „verzauberte“ Angelika Tampier alias Angela Spook 25 Jahre lang die Passanten auf der Nobelmeile.

Doch jetzt ist die beliebte Straßenkünstlerin im Alter von gerade einmal 66 Jahren gestorben.

Düsseldorf: Straßenkünstlerin stand bei Wind und Wetter auf der Kö – 25 Jahre lang

Nahezu bewegungslos verharrt die Straßenkünstlerin jahrzehntelang auf ihrem Posten zwischen Prange und dem Juwelier Blome. Stundenlang, jeden Tag, auch bei Regen und Schnee. Wenn man ihr Geld in den Hut schmiss, bedankte sie sich mit einem Zwinkern.

Zu Hause war die gebürtige Sauerländerin in Flingern. Hier hatte sie auch ihr Atelier, wo ausgestopfte Vögel hingen und sich an den Wänden alte Bücher stapelten – zum Thema Hexerei. Bei Hausbesuch erzählte sie dem EXPRESS im Jahr 2008, dass ihr Job richtige Knochenarbeit ist: ,,Das steife Stehen geht auf den Rücken. Außerdem hab ich mir schon Frostbeulen geholt und im Sommer den Rücken verbrannt. Passanten hatten Mitleid und haben mich eingecremt.“

Düsseldorf: Die symphatische Hexe von der Kö duschte einfach im Garten

Hexe zu sein war eben auch im 21. Jahrhundert nicht einfach. Kein Wunder also, dass es nicht der erste Berufswunsch von Angelika Tampier war: „Nach dem Abi wollte ich Kunst studieren, hab die Prüfung nicht geschafft. Dann hatte ich erst eine Kneipe, hab mich als Kurierfahrerin durchgeschlagen und schließlich bei Prange geputzt.“

Wenn Sie mehr über die Rekord-Bilanz des Düsseldorfer Autokinos lesen wollen, klicken Sie hier.

Wie bodenständig die Hexe von der Kö privat war, zeigte sich auch in ihren eigenen vier Wänden. Moderner Schnickschnack wie Telefon, Heizung, Klo oder Dusche waren Fehlanzeige. Hier bewies sie ihr Improvisationstalent und ging einfach im Nachbarhaus aufs Klo und duschte mit dem Gartenschlauch auf dem Hof.

Meistens nachts um drei, denn dann stand sie auf: „Das ist im Winter zwar ziemlich kalt, aber dann bin ich für die Arbeit auf der Kö abgehärtet“, erklärte sie damals trocken.

Düsseldorf: Woran starb die beliebte Hexe von der Kö?

Zur „Arbeit“ an der Kö kam sie dabei nicht zauberhafterweise auf dem Besen, sondern bodenständig mit dem Fahrrad.

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Woran Angelika Tampier starb, ist unklar. Nachbarn berichten allerdings gegenüber der „RP“, das die Hexe von der Kö in letzter Zeit sehr schwach gewirkt habe und krank gewesen sein soll. Offenbar waren ihr auch immer mehr Haare ausgefallen. (jme)

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