Fall aus Düsseldorf schockiert Obdachloser (50) von Unbekannten mit Gewalt abgefüllt – Lebensgefahr

Treppe in Düsseldorf, auf der ein Obdachloser mit fünf Promille Wodka abgefüllt wurde.

Auf dieser Treppe trug sich die schreckliche Tat am Dienstagabend zu. Gegenüber sah eine Zeugin den Vorgang.

Ein Schock-Fall erschüttert die Stadt: In Düsseldorf ist ein Obdachloser von Unbekannten mit Wodka abgefüllt worden. Er schwebt in Lebensgefahr.

Sie hatten kein Erbarmen. Unter lautem Gejohle flößten sie dem hilflosen Mann unter Zwang immer mehr hochprozentigen Schnaps ein – bis die Flasche leer war. Nun liegt der 50-jährige Obdachlose im Krankenhaus, kämpft um sein Leben. Weil es eine Gruppe von Altstadtgängern für witzig hielt, ihn zu demütigen und zu quälen. Eine Tat, die ganz Düsseldorf fassungslos macht.

Dienstagabend, gegen 21.30 Uhr: Hartmut S. (Name geändert) sitzt auf der Treppe am Pastor-Jäsch-Weg und blickt auf das Segelschiff im „Alten Hafenbecken“. Dann platzt eine Gruppe von Altstadtgängern in die Szenerie. Und macht den Obdachlosen als ihr Opfer aus.

Düsseldorf: Täter füllen Obdachlosen mit Wodka ab

Die Personen scharen sich um den 50-Jährigen, bedrängen ihn immer mehr. Als Hartmut S. einen Schluck aus seiner Wodkaflasche nimmt, hält einer die Flasche fest. Hartmut S. kann nicht mehr absetzen. Dann hebt der Mann die Flasche an.

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Als der Täter endlich von seinem Opfer ablässt, schafft es Hartmut S., sich zu erbrechen. Auch das finden die Männer witzig. So witzig, dass sie Hartmut S. einen Nachschlag verpassen wollen. Er soll jetzt die ganze Flasche „auf ex“ austrinken. Dafür setzen sie ihm die Pulle wieder an. Diesmal hält ein anderer seinen Kopf fest. Damit auch ja nichts danebengeht.

Düsseldorf: Obdachloser schwebte nach Tat in Lebensgefahr 

Auf der anderen Seite des Hafenbeckens beobachtet eine Frau das grausame Geschehen. Zum Glück für Hartmut S. Denn sie greift zum Handy, ruft einen Krankenwagen. Als dieser eintrifft, sind die Männer längst weg, sie haben ihren „Spaß“ gehabt.

Hartmut S. liegt bewusstlos auf der Treppe. Er muss vor Ort reanimiert werden. Dann wird er mit Blaulicht ins Krankenhaus transportiert. Dort stellt man einen unfassbaren Alkoholgehalt von fünf Promille in seinem Blut fest. Noch immer ist Hartmut S. nicht ansprechbar. Er liegt im Koma und ringt mit dem Tod.

Polizei Düsseldorf sucht dringend nach Zeuginnen oder Zeugen

„Eine Tat, die auch uns fassungslos macht“, sagt Polizei-Sprecher André Hartwich. „Die Kripo ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, suchen wir nun dringend nach weiteren Zeuginnen oder Zeugen, die das Geschehen vor Ort beobachtet haben. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 02 11/87 00 entgegen.“

Auch bei der Obdachlosenzeitung „fiftyfifty“ löste der Vorfall große Betroffenheit aus. Mitarbeiter Oliver Ongaro: „Wir sind völlig entsetzt. Bei allen schlimmen Taten gegenüber Obdachlosen ist uns so etwas bislang noch nie untergekommen.“

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