Stinkbombe geworfen Anschlag auf Hells-Angels-Disco in Düsseldorf

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Erst ein Überfall der Hells Angels auf eine Pizzeria, die von den Besitzern des FKK-Clubs Oceans kontrolliert wird, jetzt ein Gestank-Anschlag auf eine Hells Angels-Disco direkt nebenan. Eskaliert die Situation noch weiter?

Düsseldorf – An Altweiber überfielen Mitglieder der Hells Angels eine Pizzeria an der Bolkerstraße (Hier mehr lesen). EXPRESS berichtete danach über einen drohenden Rockerkrieg in der Altstadt – denn die Pizzeria-Betreiber sollen zum erweiterten Umfeld der Bandidos gehören.

War das nur der Anfang?

Ist dieser Krieg jetzt losgebrochen? Am Rosenmontag-Abend musste plötzlich eine Diskothek auf der Bolkerstraße, nur zwei Häuser neben der Pizzeria, von der Feuerwehr geräumt werden. Es stank auf einmal bestialisch.

Die Feuerwehr entdeckte eine Plastikflasche, in der sich eine übelriechende Flüssigkeit befand. „Wir wissen nicht, was darin war, können nur sagen, dass es sich nicht um Buttersäure handelte“, sagt Feuerwehrsprecher Christopher Schuster.

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Verletzt wurde niemand, der Klub konnte nach der Evakuierung und der Beendung des Feuerwehreinsatzes den normalen Betrieb wieder aufnehmen.
Doch wer waren die Täter? Es liegt nahe, dass es sich um eine Racheaktion aus dem Umfeld der Pizzeria-Betreiber handeln könnte.

Wer sind diese Leute, die es wagen, sich mit den mächtigen Hells Angels anzulegen? Nach EXPRESS-Informationen stammen sie aus dem Umkreis der Betreiber des FKK-Clubs „Oceans“ an der Oberhausener Straße in Rath – der Laden, dem einst Bert Wollersheim kurzzeitig als Botschafter diente.

Rivalen kommen aus dem Rotlicht-Milieu

Die Betreiber des FKK-Clubs stammen aus dem Rotlicht-Milieu des Ruhrgebiets, sind allesamt türkischstämmig. Ihnen wird eine Nähe zu den Bandidos nachgesagt. Ob sie selbst zu dem Rockerclub gehören, ist aber unwahrscheinlich.

Fest steht, dass es schon um den Betrieb des FKK-Clubs Auseinandersetzungen zwischen den Hells Angels, die die Kontrolle des Gewerbes in Düsseldorf für sich beanspruchen, und den Ruhrgebiets-Zuhältern gab.

Sicher nicht zufällig fand die „Weihnachtsfeier“ des inzwischen aufgelösten Angels-Charters „D-City“ in einem Club fast in Sichtweite zu dem Großbordell statt. Die Polizei hatte die Gegend aus Angst vor Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Gruppen großräumig abgesperrt und die Veranstaltung dann gestürmt.

Es geht um den Gastro-Markt

In der Altstadt regieren die Angels seit Jahren den lukrativen Gastro-Markt, in dem Millionen umgesetzt werden. Einer der führenden Köpfe des Düsseldorfer Charters betrieb bis vor kurzem eine Kneipe an der Ratinger Straße. Als gegenüber die Altstadtwache einzog, gab er diesen Laden überstürzt auf.

Die Rotlicht-Größen aus dem Ruhrgebiet wollen offenbar ein Stück vom großen Gastro-Kuchen abhaben. Sie sollen nach EXPRESS-Informationen bereits einen Imbiss an der Mühlenstraße betreiben. Dort gab es vor wenigen Wochen auch schon mal „Besuch“ von den Hells Angels – die Rocker stürmten bewaffnet den Laden.

Die Türken und Kurden aus dem Umfeld der Zuhälter lassen sich davon offenbar nicht einschüchtern. Sie waren sogar so dreist, dass sie über Strohmänner die Pizzeria direkt von einem Hausbesitzer anmieteten, der zu den Hells Angels gehören soll.

Hells Angels vermieten selbst an die Pizzeria

Der soll über diese Aktion logischerweise nicht erfreut sein. Immerhin bekommt er jetzt von seinen Rivalen 8000 Euro Pacht pro Monat als Schmerzensgeld. Das scheint den Zuhältern der „Spaß“ wert zu sein.

Die Polizei befürchtet aber, dass aus diesen Provokationen bald blutiger Ernst werden könnte. Man erinnert sich mit Schrecken an Szenen aus dem Januar 2015.

Damals schossen vermutlich Mitglieder der Hells Angels durch die Eingangstür des Clubs „Lion“ auf der Bolkerstraße auf Türsteher, die zu den Bandidos gehörten. Dabei wurde ein Unbeteiligter getroffen, überlebte nur mit viel Glück.

(mah)

(exfo)

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