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Gewalt auf Kölner Partymeile Streit eskaliert: 18-Jähriger stirbt im Krankenhaus 

Sogar Toni Kroos unterstützte Düsseldorfer Alessio (†30) kämpft jetzt im Himmel weiter

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Alessio Lunetto aus Düsseldorf ließ sich 2014 sein Motto „Niemals aufgeben“ stechen. Schon damals hatte er die von seinen Ärzten prognostizierte Lebenserwartung deutlich übertroffen.

Düsseldorf – Alessio Lunetto war noch ein Kind, als bei ihm die lebensverkürzende Krankheit „Muskeldystrophie Duchenne“ diagnostiziert wurde. Die Ärzte sagten voraus, dass er höchstens 18 bis 20 Jahre alt werde.

Doch Alessio schrieb sich das Motto „Niemals aufgeben“ auf die Fahne, ließ es sich später auf seinen Unterarm tätowieren und feierte am 16. Februar sogar seinen 30. Geburtstag.

Düsseldorf: Alessio in der Nacht zum Mittwoch gestorben

Jetzt ist sein großer Kampf aber leider vorbei, Alessio ist in der Nacht zum Mittwoch (17. Juni) in der Düsseldorfer Uniklinik gestorben. „Er hat gekämpft, aber seine Organe haben versagt. Sein Herz wollte nicht mehr schlagen, er ist friedlich eingeschlafen“, sagt Andreas Vogt, seit 2012 sein Freund und Betreuer.

In den fast acht Jahren haben die beiden viel erreicht. Höhepunkt: Im November vergangenen Jahres wurde Alessio ein behindertengerecht umgebauter VW Caddy im Wert von 35.000 Euro überreicht.

Damit konnte er eigenständig zu Spielen von Fortuna und der DEG fahren und war nicht mehr auf Behindertentransporte angewiesen.

Düsseldorf: Toni Kroos unterstützte Alessio mit 10.000 Euro

Dabei half sogar Toni Kroos mit, seine Stiftung steuerte 10.000 Euro bei. Zum 30. Geburtstag erhielt Alessio dann auch ein Glückwunschschreiben des Weltmeisters von 2014, darüber hinaus flatterte Post von 400 Düsseldorfern ins Haus.

OB Thomas Geisel schaute sogar persönlich vorbei. Vogt: „Es sollte ein Besuch von fünf Minuten sein, doch dann blieb er eine ganze Stunde.“

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Die letzte Begegnung von Vogt und Alessio gab es in der vergangenen Woche in der Uniklinik. „Er war sehr gefasst, aber auch sehr geschwächt. Jetzt ist er woanders, aber da kommen wir auch noch alle hin“, so Vogt, der sagt dass er von Alessio viele Dinge wie Toleranz und Gelassenheit gelernt habe.
Mit dem Tod seines Schützlings ist das Kapitel übrigens keineswegs abgeschlossen.

Betreuer Andreas Vogt: „Der Kampf geht weiter“

„Der Kampf geht weiter“, sagt Vogt. „Es gibt viele Mütter, die Kinder wie Alessio haben und sie betreuen. Wenn das Kind stirbt, fallen auf einen Schlag die Pflegegelder weg und es gibt keine gesetzliche Anschlussversicherung. Dafür, dass sich das ändert,  werde ich in Alessios Sinn kämpfen.