Düsseldorf Aggro-Oleg schlägt auf mehrere Menschen ein – jetzt ist sein Urteil gefallen

Ein Angeklagter sitzt im Düsseldorfer Amtsgericht neben seiner Verteidigerin.

Der Angeklagte Oleg B. wurde mit Handschellen in den Saal des Düsseldorfer Amtsgerichts geführt. Neben B. saß seine Verteidigerin.

Vor dem Düsseldorfer Amtsgericht musste sich ein 29-jähriger Mann verantworten, der auf mehrere Menschen ohne Grund mit Schlägen losgegangen ist.

Oleg B. (29/ Namen geändert) ist der Schreck von Passanten und Passantinnen in Düsseldorf. Ohne Grund schlägt er einfach zu. Und verprügelt wildfremde Menschen. Gestern saß er deshalb auf der Anklagebank im Düsseldorfer Amtsgericht.

Oleg B. kam aus Holland nach Düsseldorf. Dort hatte er seinen Job verloren und wollte in der Landeshauptstadt neue Arbeit finden. Doch das lief nicht so gut. Der Pole fand keine Wohnung, verdiente nichts und lebte auf der Straße.

Düsseldorf: Oleg B. schlägt in Bahn ohne Grund auf Fahrgäste ein

Ohne Familie und Freunde in der Fremde fand er am Hauptbahnhof neue Bekannte. Die brachten ihn auf Alkohol und Drogen. Am Ende war Oleg B. keinen Tag wirklich nüchtern. Und wenn er auf Entzug war, wurde er aggressiv. So auch in der Linie S 11 Richtung Düsseldorfer Flughafen.

Dort holte er aus und verpasste einem Studenten aus China ohne Grund einen Faustschlag. Ein älterer Herr stellt den Polen zur Rede. Doch auch er fing sich einen Schlag. Dann schaltete sich Rentner Heinrich M. (78) ein. Er war mit seiner Frau auf dem Weg in den Urlaub. „Ich habe meinen Mannesmut zusammengerissen. Und ging dazwischen.“ Auch er bekam Schläge und versuchte, sich zu wehren.

Heinrich M. nahm den viel kräftigeren Oleg in den Schwitzkasten. Der wiederum schlug und trat um sich. Er biss zu und kratzte. Andere Passagiere riefen die Polizei. Beim nächsten Halt flüchtete der Pole aus der Bahn.

Düsseldorf: Acht Monate Gefängnis für Schläger Oleg B.

Andere Zeit, anderer Ort: Die 21-jährige Daniela F. war mit ihrem Freund bei Lidl einkaufen, als sie von Oleg B. angegriffen wurde. Danielas Freund war noch in der Filiale und sie wartete auf dem Parkplatz. Ohne Vorwarnung sprang Oleg sie an und boxte ihr auf den Arm. Seine Anwältin erklärte die Aggressivität ihres Mandanten mit Entzugserscheinungen.

Die Richterin sagte: „Das geht nicht, dass hier jemand herumläuft, der grundlos Leute verprügelt. Sogar solche, die nur schlichten wollen. Das ist unangemessen.“ Heinrich M. jedenfalls flog mit blauem Auge in den Urlaub und Daniela F. litt eine Woche an einem stark geschwollenen Arm. In seinem letzten Wort bat Oleg B. um ein mildes Urteil. Acht Monate muss er jetzt im Knast absitzen. Wenigstens dort hat er Arbeit gefunden.

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