Ärger um Masken-Spende Farid Bang trickste Düsseldorfer Kinderhospiz aus

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Farid Bang sorgt in Düsseldorf erneut für Diskussionen.

Düsseldorf – Unter Juristen gibt es einen Fachbegriff, der „aufgedrängte Bereicherung“ heißt. Das bedeutet: Man bekommt etwas, das man eigentlich gar nicht haben wollte. Das erlebte jetzt das Kinderhospiz „Regenbogenland“.

Und der Absender dieses ungewollten Geschenks war ausgerechnet Skandal-Rapper Farid Bang, der zuletzt wegen seines Videos mit OB Thomas Geisel für zahllose Schlagzeilen sorgte.

Düsseldorf: Spenden nicht um jeden Preis willkommen

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Bei gemeinnützigen Stiftungen und Vereinen sind Spenden naturgemäß höchst willkommen – aber nicht um jeden Preis. Deshalb gehört es zu den Standards in den entsprechenden Satzungen, dass sich dort eine Formulierung findet: „Über die Annahme von Spenden entscheidet der Vorstand.“

Damit will man sich die Möglichkeit offenhalten, eine Spende abzulehnen, wenn es in der Person des Spendenwilligen oder seiner Haltung Dinge gibt, die mit dem Vereinszweck nicht vereinbar sind.

Düsseldorf: Kinderhospiz kannte Absender der Maskenspende nicht

Das hätte das „Kinderhospiz  Regenbogenland“ genauso gemacht, wenn es gewusst hätte, dass eine Spende von 1500 FFP-Masken, die am 6. Mai angeliefert wurde, vom Absender Farid Bang kommen würde – das versichert der Vorsitzende Norbert D. Hüsson. „Die Spende wurde einen Tag vorher telefonisch angekündigt, eine Kanzlei hat für ihren Mandaten angerufen und angegeben, dass der Mandant in Kooperation mit einem Maskenhersteller und der Stadt Düsseldorf 1500 Masken spenden möchte. (…) Ein Hinweis auf eine Beteiligung von Farid Bang an der Aktion wurde im Vorfeld nicht gegeben“, so Hüsson in einem Statement.

Der Rapper allerdings rückte mit einem Kamerateam an und veröffentlichte das Video seiner „guten Tat“ dann auf seinem eigenen YouTube-Kanal.

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