Bert Wollersheims Ex-Managerin „Das Affenhaus war mein Rückzugsort“

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Petra van der Kooy, die Ex-Managerin von Rotlichtkönig Bert Wollersheim, legte diese Stofftiere vor dem Zoo ab.

Krefeld – Ganze 33 Jahre lang hielt sie Bert Wollersheim den Rücken frei, sorgte als seine Managerin dafür, dass der Rotlichtkönig von der Rethelstraße zum TV-Star wurde.

„In der Zeit habe ich da so einige Affen kennengelernt“, sagt Petra van der Kooy (58). Aber eigentlich liebte sie nur die echten Affen.

„Seit ich das Buch »Gorillas im Nebel« von Dian Fossey gelesen habe, bin ich großer Fan vor allem der Gorillas“, berichtet die gebürtige Niederländerin.

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Lesen Sie hier: Darum brannte das Affenhaus so schnell ab

Als Kind war Petra van der Kooy zum ersten Mal im Krefelder Zoo

Als junges Mädchen besuchte sie zum ersten Mal den Krefelder Zoo, sah dort Gorillamännchen Massa. Für van der Kooy war der Zoo immer ein Zufluchtsort vom harten beruflichen Leben an der Seite von Bert Wollersheim.

„Immer, wenn es mir schlecht ging, bin ich in den Zoo gegangen und habe mich ins Affenhaus gesetzt“, erzählt van der Kooy. „Dort blieb ich dann stundenlang sitzen und beobachtete die Gorillas einfach nur.“

Sie war vermutlich einer der letzten Besucher, die Massa und die anderen Primaten lebend sah. „Ich war zuletzt am 30. Dezember dort, mir ging es nicht gut. Die Zeit bei den Affen hat mir geholfen, wie immer. Das ist jetzt vorbei."

Bei Massa und den anderen Affen vergaß Petra van der Kooy ihre Krankheit

In den letzten Jahren gab es viele Momente, in denen sie diese Zuflucht brauchte. Der Skandal um die Rethelstraßen-Bordelle, die Insolvenz, der Mammut-Prozess. „Mindestens sieben-, achtmal im Jahr war ich bei den Affen."

Am Ende litt ihre Gesundheit, die 58-Jährige landete mit einem Herzinfarkt auf der Intensivstation. Dazu leidet sie an der chronischen Lungenkrankheit COPD.

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Silberrücken Massa war mit 48 Jahren der älteste in einem Zoo lebende Gorilla der Welt. Zusammen mit seiner Partnerin Boma (46) starb er in der Silvesternacht bei dem verheerenden Brand des Tropenhauses.

Das Tropenhaus wurde danach so etwas wie ihre ganz persönliche Rehaklinik. „Es kann jederzeit für mich vorbei sein. Deshalb gehe ich sehr oft dorthin. Am schönsten war es, wenn nicht so viele Besucher da waren. Wenn man lange genug vor dem Gehege saß, konnte man mit den Affen regelrecht sprechen. Wenn ich zum Beispiel über meinen Bauch gestrichen habe, taten sie es auch.“

Die Besuche gaben ihr viel Kraft

Die Besuche gaben ihr so viel Kraft, dass sie in ihrer Heimatstadt Willich in die Politik einstieg. Sie ist CDU-Mitglied und sitzt im Vorstand der Arbeitnehmervereinigung der Union, der CDA Willich.

Gestern Mittag machte sich Petra van der Kooy auf den Weg zum Krefelder Zoo. Sie stellte eine Grabkerze auf und legte zwei Stoffaffen nieder. „Einen davon hatte ich, seit ich ein achtjähriges Mädchen war“.

Es ist ein Ausdruck der Tiefe ihrer Trauer. „Es ist schrecklich für mich. Und schrecklich für den Zoo. Warum musste so etwas geschehen?“

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