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Anzeige bei Bundespolizei Schnelles Geld mit Nacktfotos: Dortmunderin fällt auf „Sugar Daddy“ rein

Menschen und Polizei-Autos vor dem Hauptbahnhof in Dortmund.

Eine Frau (24) hat am Montag (16. Mai 2022) bei der Bundespolizei im Dortmunder Hauptbahnhof, hier ein Symbolfoto aus dem November 2021, Anzeige gegen einen mutmaßlichen Betrüger erstattet.

Nacktaufnahmen gegen Geld: Dieser Deal ist für eine junge Frau (24) aus Dortmund nach hinten losgegangen. Sie hatte aber noch Glück im Unglück.

Eine junge Frau (24) wollte mit Nacktfotos offenbar das schnelle Geld machen. Doch sie ist auf einen mutmaßlichen Betrüger reingefallen, der sich als sogenannter „Sugar Daddy“ ausgab.

Die Bundespolizei berichtet am Dienstag (17. Mai 2022) über den ungewöhnlichen Fall. Denn die Bezahlung sollte per Kostenvoranschlag über einen bekannten Bezahldienst erfolgen.

Dortmunderin von „Sugar Daddy“ erpresst – Frau erstattet Strafanzeige

Die 24-Jährige kam am Montagnachmittag auf die Wache der Bundespolizei im Dortmunder Hauptbahnhof, um eine Strafanzeige zu erstatten. Sie erklärte, dass sie von einem Unbekannten erpresst werde, nachdem sie ihm Nacktaufnahmen zugesandt hatte, aber die zuvor vereinbarte Zahlung ausgeblieben war.

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Den Mann hatte sie über eine Social-Media-Plattform kennengelernt. Er gab sich ihr gegenüber als „Sugar Daddy“ aus. So werden Männer genannt, die eine Beziehung zu meist jüngeren Partnerinnen oder Partnern unterhalten, die dafür materielle Gegenleistungen erhalten. Die Beziehung muss nicht zwingend rein sexuell sein.

Bundespolizei Dortmund: Masche sollte über Zahlungsdienst laufen

Im Fall der 24-Jährigen forderte der Unbekannte diverse Intimfotos und -videos. Dafür bot er der Frau 5000 Euro, die er über einen  Zahlungsdienst bezahlen wollte. Was viele nicht wissen: Über diesen Dienst kann man auch Kostenvoranschläge machen, was meist gewerblich genutzt wird.

Als die Frau in den Deal einwilligte, erhielt sie so einen Kostenvoranschlag über den Bezahldienst. Diesen hielt sie für die besprochene Zahlung, welche durch den Onlinedienst nur noch nicht freigegeben worden ist – daher schickte sie dem Mann die Nacktaufnahmen zu.

Dortmunderin hatte Glück im Unglück: Zumindest Geld noch da

Die Dortmundin wurde misstrauisch, als die Zahlung ihrem Account nicht gutgeschrieben wurde. Erst bei genauer Betrachtung des sogenannten Kostenvoranschlags, fiel ihr auf, dass durch eine Bestätigung der Betrag in Höhe von 5000 Euro von ihrem Konto abgebucht und dem Konto des Unbekannten gutgeschrieben würde.

Sie hatte den Betrag aber zum Glück nicht bestätigt. „Daraufhin erpresste der Mann die Geschädigte damit, die Fotos zu veröffentlichen, sollte sie die Zahlung auf sein Konto nicht akzeptieren“, erklärt ein Sprecherin der Bundespolizeiinspektion Dortmund.

Dortmunderin erpresst: Sitzt „Sugar Daddy“ im Ausland?

Aus Angst vor der Veröffentlichung der Aufnahmen, deaktivierte die Dortmunderin ihren Social-Media-Account. Die Bundespolizeisprecherin: „Eine Unterhaltung mit dem Unbekannten fand in englischer Sprache statt, somit ist davon auszugehen, dass sich der Tatverdächtige im Ausland befindet.“

Die Bundespolizei sicherte die Chatverläufe und die Erreichbarkeiten des Unbekannten und leitete ein Strafverfahren wegen Betruges und Erpressung ein. Anschließend übergab sie den Fall an die Landespolizei. (iri)

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