Neue Corona-Regeln für Kitas NRW-Familienminister Stamp: Seitenhieb gegen Markus Söder

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Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, gibt ein Statement ab.

Düsseldorf – Die Corona-Lage bleibt angespannt. Binnen eines Tages wurden 110 Todesfälle in NRW gemeldet. Sieben Super-Hotspots gibt es aktuell im Land. Doch wie geht es in den Kitas weiter?

Die nordrhein-westfälische Landesregierung eröffnet den Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen erweiterte Möglichkeiten, den Betrieb an die angespannte Corona-Lage anzupassen.

So können Kitas in NRW Betrieb in derzeitiger Corona-Lage anpassen

Als letzte Möglichkeit hätten Kitas mit angespannter Personal- und Infektionslage folgende Optionen:

  • Die Betreuung kann um bis zu sechs Wochenstunden reduziert werden,
  • Gruppen könnten räumlich getrennt werden,
  • die Bring- und Abholzeiten könnten gestaffelt werden,
  • die Öffnungszeiten könnten angepasst werden,
  • Betreuung in Randzeiten könnten eingeschränkt werden.

Auch der Umgang mit kranken Kindern könne enger ausgelegt und die Maskenpflicht unter Erwachsenen ausgeweitet werden. Eine weitere Option: Das Bringen und Abholen der Kinder ist soweit wie möglich in den Außenbereich zu verlegen.

Kitas NRW: Neues Konzept des Familienministeriums

Die Maßnahmen sind Teil des neuen Konzepts „Kindertageseinrichtungen im Pandemiebetrieb”, auf das sich das Familienministerium mit den kommunalen Spitzenverbänden verständigt hat. Die Entscheidungen über individuelle Anpassungen des Kita-Betriebs sollen im Einvernehmen von Trägern, Beschäftigten und Eltern vor Ort getroffen werden.

Am Dienstag (8. Dezember) um 12.30 Uhr äußerte sich dazu NRW-Familienminister Stamp live in einem Pressebriefing.

Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst:

  • „Es wird keine landesweite Schließungen mit mir geben”
  • Gleichwohl brauche es Regelungen, um durch die Pandemie zu kommen. Denn Regelbetrieb in Corona-Zeiten sei kein normaler Betrieb, so der Familienminister. Er verlange den Beschäftigten viel ab.
  • Es sei „eine ganz besonders herausfordernde Zeit für die Einrichtungen”, so Stamp.
  • Es gebe dabei ganz unterschiedliche Situationen in den Kitas landesweit: „Einige haben bereits die Belastungsgrenze überschritten.”
  • Deshalb bräuchten in Anbetracht der Entwicklungen Beschäftigte und Kitas weitere „Rückendeckung“, so Stamp.
  • „Alle Kinder haben Anspruch auf Bildung und Betreuung.”
  • Kindertageseinrichtungen und ihre Träger können in
  • Das sei die
  • Der Urlaub vieler Eltern sei aufgebraucht und ihre Lage schwierig. Wenn Träger entsprechende Maßnahmen ergreifen, „stehen wir hinter der Entscheidung“, so Stamp.
  • Es werde keine landesweit einheitliche Regelung geben, so Stamp. „Über bestimmte Maßnahmen vor Ort werde weiterhin individuell entschieden”, so Stamp.
  • Die Finanzierung der Angebote sei auch dann gesichert, wenn die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden.
  • „Ich möchte aber die Kitaleitungen nicht zu einem Vorgehen gegen ihre pädagogischen Leitlinien zwingen”, so Stamp
  • Das nächste Gespräch mit den Trägern finde Anfang Januar statt. „Für uns ist es immer wichtig, alle Stimmen zu hören.”
  • Stamp bedankt sich nochmals bei allen Kindertageseinrichtungen und ihren Mitarbeitern. Er suche weiterhin immer das Gespräch mit ihnen.
  • Stamp stellt des Weiteren eine verlässliche Weitertestung des Kita-Personals bis zu den Osterferien in Aussicht.
  • Es folgen die Fragen der Journalisten: Wie viele Kitas sind derzeit ganz oder teilweise geschlossen, will eine Journalistin wissen. Genaue Zahlen könne Stamp zwar nicht nennen, aber er antwortet:
  • „Wir sind in einer ganz fragilen Situation”, so Stamp. Deshalb sei es wichtig, bei aller Beobachtung der Lage, auch eine „gewisse Verlässlichkeit” auszustrahlen. Wenn es noch einmal verschärfte Maßnahmen geben sollte, müsse man die Lage noch einmal analysieren.
  • Zunächst gelten die Beschlüsse der Corona-Schutzverordnung bis zum 20. Dezember. „Höher, schneller, weiter, so wie es Söder in die Welt posaunt, ist nicht immer hilfreich. Davon rate ich in NRW ab”, so Stamp. Die Lage in Bayern sei viel dramatischer. „Das ist hier nicht der Fall. Wir müssen in Ruhe abwägen.”
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(mg/dpa)

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