Zum Glück misstrauisch Bankangestellte rettet Ersparnisse von Oma (95) aus Windeck

Bonn: Rentnerin von Trickbetrügern bestohlen

Die 95-Jährige wollte ihrem vermeintlichen Enkel mit 28.000 Euro aushelfen. Eine Bankmitarbeiterin verhinderte das. Das Symbolfoto zeigt eine alte Dame, die Geldscheine in der Hand hat.

Eitorf/Windeck – Wenn das Enkelkind in finanzieller Not ist, springen die Großeltern selbstverständlich ein... So erging es auch einer 95-Jährigen aus Windeck, als am Donnerstag (8. Oktober) ihr angeblicher Enkel anrief und dringend 28.000 Euro brauchte. 

Der Anrufer erzählte der alten Dame, dass er beim Notar säße und das Geld benötige, um eine Zwangsversteigerung abzuwenden. Er flehte seine „Oma“ um Hilfe an. Das Geld würde er dann gegen Abend abholen. Darüber hinaus ließ er sich die Handynummer der 95-Jährigen geben. 

Die bestellte sich sofort ein Taxi und fuhr zur Bankfiliale nach Eitorf, Brückenstraße. Während der Fahrt rief der vermeintliche Enkelsohn mehrfach an und erkundigte sich nach dem Stand der Dinge.

Trickbetrüger in Windeck: Bei Bankangestellter klingelten alle Alarmglocken

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Auch in der Bankfiliale klingelte das Handy mehrfach – das kam der Bankangestellten (40) verdächtig vor! Sie sprach die betagte Kundin an. Als die Rentnerin ihr Anliegen schilderte, schrillten bei der Bankerin erst recht die Alarmglocken.

„Sie bat die 95-Jährige in ein Nebenbüro und ließ sich das Handy geben“, erklärt Polizeisprecher Stefan Birk. „Beim nächsten Anruf ging sie dann selbst ran und konfrontierte den Anrufer mit persönlichen Fragen.“ Der akzentfrei Deutsch sprechende Telefonbetrüger habe daraufhin das Gespräch beendet. 

Anschließend machte sich die Bankmitarbeiterin noch die Mühe, den tatsächlichen Enkel der alten Dame im Internet zu suchen und anzurufen. Dieser konnte seiner Großmutter bestätigen, dass er nicht in Nöten sei und auch nicht um das Geld gebeten hatte. Polizeisprecher Birk: „Ein großes Lob an die Mitarbeiterin der Eitorfer Bank für ihr umsichtiges Handeln!“

Trickbetrüger in Windeck: Am 7. Oktober passierte ähnlicher Fall in Bonn

Am Mittwoch (7. Oktober) hatte bereits eine Mitarbeiterin einer Bankfiliale in der Bonner City verhindert, dass ein 84-Jähriger aus Oberkassel seine Ersparnisse an falsche Polizisten übergab. 

Der Rentner war von den Betrügern angerufen und aufgefordert worden, Gold und Bargeld von der Bank zu holen und diese zur Sicherheit an Polizeibeamte zu übergeben. 

Auch hier wurde die Bankmitarbeiterin misstrauisch und klärte den 84-Jährigen auf, dass es sich bei den Anrufern nicht um Polizeibeamte, sondern um Telefonbetrüger handeln würde. (iri)

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