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Jetzt ist es offiziell Teile des östlichen Rhein-Sieg-Kreises sind Wolfsrevier

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Nun ist es offiziell: Die Wölfe sind auch im Rhein-Sieg-Kreis zurück. Das Symbolfoto vom Juni 2020 zeigt zwei Wölfe in einem Wildpark in Schleswig-Holstein.

Rhein-Sieg-Kreis – Nun ist es offiziell: Teile des östlichen Rhein-Sieg-Kreises sind Wolfsrevier. Ende Juli bestätigte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV), dass in den Wäldern um Eitorf eine Wolfsfamilie lebte. 

Nach dem ersten Nachweis eines Wolfsnachwuchses in NRW hat die Landesregierung am 20. August ein neues Wolfsgebiet („Oberbergisches Land“) ausgewiesen.

Im Rhein-Sieg-Kreis umfasst das Gebiet alle rechtsrheinischen Kommunen außer folgenden Pufferzonen: Troisdorf, Niederkassel, Sankt Augustin, Königswinter und Bad Honnef. Der linksrheinische Teil des Kreises zählt nicht zum Wolfsgebiet.

Wölfe im Rhein-Sieg-Kreis: Worauf müssen Spaziergänger achten?

Erstmal gibt der Rhein-Sieg-Kreis in einer Mitteilung Entwarnung: Für die Waldbesucherinnen und -besucher ändere sich nichts. Wölfe würden die Nähe des Menschen meiden.

Bei jungen und unerfahrenen Wölfen könne die Neugier aber doch stärker sein als die Furcht. Sollte es zu einer Begegnung kommen, gelten folgende Regeln: 

  • Versuchen Sie
  • Laufen Sie
  • Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, sollte man sich langsam zurückziehen.
  • Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht: laut ansprechen, in die Hände klatschen, mit den Armen winken.

Wölfe im Rhein-Sieg-Kreis: Mehr Hütehunde und Zäune

Mehr Sorgen müssen sich die Besitzer von Viehherden in der Umgebung machen. Die Fördermaßnahmen zum Herdenschutz werden ab einer Herde von 100 Tieren ausgeweitet, zum Beispiel zur Anschaffung und Ausbildung von Hütehunden.

Bei Wolfrissen ändern sich die Regeln. Erwischt der Wolf ein Tier, wird es jetzt noch voll erstattet. 

Im neuen Wolfsgebiet Oberbergisches Land gibt es ab dem 20. Februar 2021 nur noch Geld, wenn die Herde wolfssicher eingezäunt ist.

Rhein-Sieg-Kreis für „Nebeneinander von Wolf, Schafen und Mensch“

„Ich empfehle die Angebote des Landes unbedingt wahrzunehmen, um ein gedeihliches Nebeneinander von Wolf, Schafen und Mensch zu ermöglichen,“ betonte Rainer Kötterheinrich, Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises.

Informationen zu Anträgen gibt es bei der Bezirksregierung. Die Biologische Station des Rhein-Sieg-Kreises informiert über die Ausleihe von Herdenschutzsets.

Allgemeine Fragen zum Thema beantwortet das Umwelttelefon des Rhein-Sieg-Kreises unter der Nummer 02241/13 2200. (lmc)

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