Erleichterung in Eitorf Silvester-Entscheidung rettet Feuerwerks-Gigant Weco

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Feuerwerk über der Bonner Rheinaue, so wie hier bei „Rhein in Flammen“ im Mai 2019, wird an Silvester 2020 verboten sein. Private Feuerwerke sind dagegen erlaubt.

Eitorf – Bei Weco knallten am Mittwochabend schon mal die Korken. Nach den neuen Beschlüssen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten ist klar: Feuerwerk ist an Silvester zwar nur eingeschränkt erlaubt, ein befürchtetes komplettes Verbot ist aber vom Tisch.

Für den gebeutelten Feuerwerks-Hersteller aus Eitorf ist das die wohl beste Nachricht des Jahres. Nachdem nahezu alle großen Anlässe den Folgen der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen sind, könnte der Verkauf zum Jahresende dringend benötigte Schadensbegrenzung verschaffen.

Feuerwerk an Silvester: Weco erleichtert über Entscheidung der Politik

„Wir haben die Entscheidung mit Erleichterung wahrgenommen“, berichtet der stellvertretende Pressesprecher Andreas Kritzler auf EXPRESS-Anfrage. Das Verbot von Feuerwerk auf öffentlichen Plätzen könne das Unternehmen nachvollziehen. Bei der genauen Einteilung, was alles unter die Verbote fällt, wirbt Weco allerdings um Augenmaß.

Die große Hoffnung zum Jahresende ruht auf dem Verkauf an Privatkunden, der mit Abstand den größten Anteil des Jahresumsatzes ausmacht. Den traditionellen Werksverkauf auf dem Firmengelände sagte Weco frühzeitig ab, verlagerte den Verkauf der beliebten Überraschungspakete stattdessen ins Internet. Mit Erfolg.

Wecos Silverster-Pakete bei Online-Verkauf schnell vergriffen

„Wir haben am 2. November um Mitternacht mit dem Online-Vorverkauf begonnen und waren mittags schon ausverkauft“, freut sich Kritzler: „Der Run war sehr groß.“ Etwa 1000 Pakete wurden binnen weniger Stunden bestellt. Das weitere Sortiment bietet Weco ebenfalls über den Shop auf der Unternehmens-Website an.

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Der traditionelle Werksverkauf sorgte bei Weco in Eitorf wie hier am 28. Dezember 2018 stets für lange Schlangen. 2020 wurde das Event frühzeitig abgesagt.

Dabei musste sich das Eitorfer Unternehmen zwischenzeitlich sogar mit dem Worst Case befassen. Auch ein Komplett-Verbot für Feuerwerk stand zur Diskussion. Die Folgen für die Pyrotechniker wären verheerend gewesen: „Das hätte eine sichere Insolvenz des Unternehmens und einen Zusammenbruch der Branche bedeutet“, versichert Kritzler.

Weco setzt zu Silvester auf positiven Abschluss durch private Feuerwerke

Zwar enthält die Beschlussvorlage der Bundesregierung die Empfehlung, auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Doch Weco hofft darauf, dass die überwiegend kleinen privaten Feiern dennoch auf einen bunten Jahreswechsel setzen. Kritzler: „Es gibt keine Großfeuerwerke, die Leute können auch nicht wirklich verreisen. Da hoffen wir natürlich, dass das eine oder andere Sortiment mehr verkauft wird.“

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Auch wenn Weco bereits das kommende Jahr plant, ist Silvester zunächst das wichtigste Etappenziel. Ein komplett ausgefallenes Jahresendgeschäft wäre „sehr, sehr gefährlich“ geworden. So besteht die Hoffnung, ein verkorkstes Jahr 2020 mit einem versöhnlichen Knall zu verabschieden.

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