Tödliches Tierdrama in Windeck Rätsel um Alpaka-Fohlen „Unknown“

Bonn_Alpaka

Das kleine Alpaka konnte nicht gerettet werden.

Windeck – Tödlich endete in Windeck ein mysteriöser Zwischenfall für ein junges Alpaka. Am Samstagmorgen, 25. Juli, fanden Petra und Wolfgang Borrmann, die seit 17 Jahren Alpakas züchten und seit 13 Jahren ihren Betrieb in Windeck-Kohlberg haben, beim Betreten des Stutenstalls ein Alpakafohlen.

Da sich keine Stute um das junge Tier kümmerte, suchten die Eheleute zunächst nach einem infrage kommenden Muttertier. „Wir konnten aber keine Stute mit frischen Geburtsmerkmalen finden“, berichtet die Züchterin.

Tödliches Tierdrama: Kleines Alpaka war verletzt

Als die Eheleute sich das Fohlen näher ansahen, stellten sie Verletzungen im Gesicht fest. Ein Zahn war abgebrochen, außerdem wies das Tier Schürfverletzungen auf. Auch war der Nabel nicht frisch abgerissen, wie Petra Borrmann erklärte.

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Da das Tier bereits 15 Kilo wog, neugeborene Alpakas dagegen nur zirka acht Kilo, maximal elf Kilo auf die Waage bringen, geht das Ehepaar Borrmann davon aus, dass das Fohlen etwas älter war und von jemandem durch das geöffnete Fenster des Stalles geworfen worden sein muss.

Tödliches Tierdrama: Spuren führten zum Stall

Das könne die Verletzungen des Findel-Alpakas erklären, dem die Züchter den Namen „Unknown“ gaben, was „Unbekannt“ bedeutet. Auch der Umstand, dass der Stall an eine öffentliche Straße grenzt und frische Spuren im Gras von der Straße zum Stall führten, schürten die Vermutung.

Obwohl der Tierarzt das Stutfohlen versorgte und sich auch die Familie die ganze Nacht darum kümmerte, überlebte es nicht. „Das Tier war halb tot, konnte nicht mehr aufstehen“, sagt Petra Borrmann. Auch Medikamente halfen nicht. Sie vermutet, dass „Unknown“ nicht gefüttert wurde und ihm die lebensnotwendigen Mineralien fehlten. Die Familie erhofft sich, mit der Veröffentlichung der Geschichte den Verursacher ermitteln zu können.

Dieser Artikel erschien zuerst im Kölner Stadt-Anzeiger.

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