In der Corona-Falle So geht‘s mit Konzerten und Festivals in Bonn weiter

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Robbie Williams sollte eigentlich im Sommer 2020 auf der Hofgartenwiese auftreten. Doch wegen des Coronavirus kann das Konzert in diesem Jahr nicht stattfinden.

Bonn – Für viele Bonner Veranstalter verkündete die Bundesregierung am Mittwoch eine neue Hiobsbotschaft in der Corona-Krise. Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August untersagt, damit können zahlreiche geplante Konzerte, Aufführungen und Festivals nicht wie geplant stattfinden.

Ausgerechnet im Beethovenjahr war der Bonner Veranstaltungskalender prall gefüllt, jetzt sind Alternativen gefragt. EXPRESS hat sich bei den Organisatoren umgehört.

Enttäuschung bei Jürgen Harder: „Rhein in Flammen“ und etliche Open-Airs in Bonn fallen aus

„Kaum jemand hat damit gerechnet, dass der Zeitraum der Verbote so weit nach hinten wandert“, zeigte sich Jürgen Harder ernüchtert. Mit der Absage von „Rhein in Flammen“ Anfang Mai hatte er bereits gerechnet, doch nun droht die gesamte Open-Air-Saison auszufallen.

„Das ist eine Katastrophe für alle: Veranstalter, Zulieferer, Dienstleister, auch Künstler. Von der Toilettenfachkraft bis zum Tontechniker ist jeder davon betroffen“, beklagt Harder. Man wolle so viele Veranstaltungen wie möglich auf das kommende Jahr verlegen.

Beim Brückenforum gibt es noch keine konkreten Pläne, wie es bis Ende August weitergeht. „Wir warten jetzt auf die Stadt, ob für Veranstaltungen mit unter 1000 Besuchern die Regeln gelockert werden“, kündigte Harder an. Man könne Kapazitäten verringern und die Abstände zwischen den Besuchern vergrößern, um möglicherweise zumindest im kleineren Rahmen Veranstaltungen zu ermöglichen.

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In den kommenden Wochen und Monaten anstehende Veranstaltungen sind daher noch nicht abgesagt, derzeit wird nach Lösungen gesucht. Das gilt beispielsweise auch für das Konzert von Cat Ballou am 30. Mai, das die Band weiterhin gerne spielen würde. Ob sich hier eine Möglichkeit ergibt, werden die nächsten Wochen zeigen.

Robbie Williams, Lionel Richie und Sting: Weltstars sollen 2021 in Bonn auftreten

Ernst-Ludwig Hartz hat bereits etliche Pläne geschmiedet, wie es mit den Hofgarten-Konzerten, Kunst!Rasen und den Konzerten auf der Insel Grafenwerth weitergeht: „Wir haben schon damit gerechnet, weil andere Länder diesen Weg bereits gegangen sind“.

Fast alle Konzerte werden Stand jetzt ins kommende Jahr verlegt. „Wir arbeiten mit den Agenturen zusammen, um Termine für das nächste Jahr zu finden“, erklärte Hartz.

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Damit kommen Weltstars wie Robbie Williams oder Lionel Richie und nationale Größen wie Fanta 4, Helge Schneider und Kraftwerk wohl allesamt im Jahr 2021 nach Bonn. Zwar bedauert Hartz, dass diesmal der gesamte Konzertsommer ausfällt, umso größer ist allerdings die Vorfreude auf 2021.

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Krankheitsbedingt konnte Sting 2019 nicht nach Bonn kommen, 2020 verhinderte das Coronavirus den Nachholtermin. Doch der dritte Versuch soll folgen.

Ein erster konkreter Termin steht sogar schon fest: Sting, dessen Auftritt schon im vergangenen Jahr krankheitsbedingt ausfiel (hier lesen Sie mehr), soll Bonn nun im dritten Anlauf einheizen. Sein Auftritt beim Kunst!Rasen ist für Sonntag, den 11. Juli 2021 angesetzt.

„Jeck im Sunnesching“ in Bonn findet 2020 wegen Coronavirus nicht statt

Keine Verschiebung gibt es bei „Jeck im Sunnesching“, das am 29. August in der Bonner Rheinaue hätte stattfinden sollen. „Aufgrund des aktuellen Beschlusses der deutschen Bundesregierung kann Jeck im Sunnesching am 29. August in Bonn nicht stattfinden und wird auch nicht verlegt“, teilte Michael Busemann von der PR-Agentur „Die Koelner“ mit.

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Bei Jeck im Sunnesching 2019 heizte unter anderem Brings der Masse in der Rheinaue ein.

250 Jahre Beethoven: Entscheidung über Jubiläumsjahr folgt

Für das große Beethovenjahr in Bonn hatten die Veranstalter zahlreiche Veranstaltungen über das ganze Jahr geplant, viele fallen daher in den Verbotszeitraum bis Ende August.

Die Gremien der Beethoven Jubiläums GmbH tagen Ende der nächsten Woche, um über das weitere Vorgehen zu debattieren. Im Anschluss soll dann zeitnah eine Entscheidung darüber verkündet werden, wie der neue Plan rund um BTHVN2020 aussieht,

Beethovenfest und Panama Open Air können im September in Bonn stattfinden

Vorsichtige Entwarnung gibt es beim Beethovenfest und dem Panama Open Air, die beide erst im September stattfinden sollen und damit vom Verbot ausgenommen sind. „Von der bisherigen Rechtslage wäre es möglich“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan am Donnerstag mit Blick auf das Beethovenfest. Das gilt auch für Pützchens Markt vom 10. bis 15. September.

Hier lesen Sie mehr: Bonner Kirmes auf der Schäl Sick – die Klassiker ziehen auf Pützchens Markt

Ob Vorbereitungen und Aufbauarbeiten auch schon vor der Deadline durchgeführt werden dürfen, will die Stadt nun mit der Landesregierung klären. „Sobald wir da ein bisschen mehr Klarheit haben, werden wir natürlich auch die Öffentlichkeit informieren“, versprach Sridharan.

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