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Wegen Sanierungs-Desaster Bonner Beethovenhalle: Jetzt muss der „Mann für schwierige Fälle“ ran

Die Beethovenhalle ist eingerüstet, daneben steht ein Baukran.

Die Bonner Beethovenhalle ist seit Jahren eine Baustelle. Anfang August 2022 hat die Stadt bekannt gegeben, dass dank eines Berliner Unternehmens ein Neustart gelingen soll. Das Foto ist von August 2019. 

Zieht er den Karren aus dem Dreck? Ein Berliner Unternehmer soll mit seinem Team die Beethovenhalle retten.

Die Bonner Beethovenhalle: Seit Jahren schreibt sie Negativ-Schlagzeilen. Statt ursprünglich 61 Millionen liegen die Sanierungskosten inzwischen bei mehr als 190 Millionen. Auch der Fertigstellungstermin (eigentlich 2020) rückt immer weiter in die Ferne. 

Jetzt holt Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner einen erfahrenen Experten für komplizierte Bauprojekte der öffentlichen Hand mit an Bord. Dörner hat dazu eine Dringlichkeitsentscheidung getroffen, die am 25. August dem Stadtrat vorgelegt wird. 

Sanierung Beethovenhalle: Bonns Oberbürgermeisterin will Neustart

Der „Mann für schwierige Fälle“ heißt Steffen Göbel. Er und sein Team der Berliner Häuser Baumanagement GmbH sollen die Stadt Bonn als Bauherrin unterstützen und einen Neustart ermöglichen, damit die Beethovenhalle endlich erfolgreich fertig geplant und störungsfrei zu Ende gebaut werden kann. 

Das Unternehmen kennt sich mit „Problemfällen“ aus, ist spezialisiert auf schwierige und komplizierte Bauprojekte. So war es bereits entscheidend in die Fertigstellung der Elbphilharmonie in Hamburg und des Berliner Flughafens BER involviert.

Bonner Beethovenhalle: Berliner Unterstützung für 250.000 Euro

„Erfolgreich“ und „störungsfrei“ sind zwei Wörter, die bislang nicht mit dem bönnschen Mammut-Projekt in Zusammenhang gebracht wurden. Erst im Frühjahr 2022 hatte die Stadt über den aktuellen Stand der einzelnen Baumaßnahmen informiert – ein einziges Desaster: fehlende Ausschreibungen, Kündigungen von Auftragnehmern, Verzüge beim Trockenbau, der Lüftung und der Fassade ... 

„Angesichts der vertrackten Situation bei der Beethovenhalle muss es darum gehen, den Knoten endlich zu durchschlagen“, erklärt Oberbürgermeisterin Dörner.

Dazu sei eine Unterstützung von außen notwendig, so Dörner. Aufgabe sei es, neutral mit allen Beteiligten zu sprechen, ihnen zuzuhören und auf Grundlage dieser Analyse einen für alle Beteiligten gangbaren Weg zur Fertigstellung der Beethovenhalle zu erarbeiten. Für die Unterstützungsleistung des Berliner Unternehmens wurden bis zu 250.000 Euro brutto angesetzt. (iri)

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