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„Knackis“ ließen Muckis spielen In der JVA Rheinbach wurde der „Strongest Man“ gesucht

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Beim „Arm over Arm“ geht es darum, einen Traktorreifen zu sich zu ziehen.

Rheinbach/Siegburg/Düsseldorf – Hier ging es mal nicht um ihre Straftaten und die Jahre, die sie noch hinter Gitter absitzen müssen – sondern um Muckis. 

In der JVA Rheinbach wurde jetzt der „Strongest Man“ gesucht. Dabei traten acht Inhaftierte aus Rheinbach, vier aus der Anstalt Siegburg und sechs aus der JVA Düsseldorf an. Publikum gab es in dem Sinne natürlich nicht. Es hatten allerdings die „Knackis“ Glück, deren Zellenfenster zum großen JVA-Sportplatz liegen. 

In Rheinbach galten krasse Disziplinen zu bewältigen

„Komm, zieh!“ So feuerten sich die Teilnehmer des Wettbewerbs gegenseitig zu Höchstleistungen an. Schließlich galt es bei Disziplinen wie „Farmer's Walk“ mit 50-Kilo-Gewichten in jeder Hand über eine Rennstrecke zu laufen. Oder beim „Arm over Arm“ einen 130 Kilo schweren Traktorreifen über eine vorgegebene Strecke an einem dicken Tau zu sich zu ziehen. 

Die schweren Jungs kamen ordentlich ins Schwitzen. Auch als es galt, möglichst viele Medizinbälle über einen fünf Meter hohen Zaun zu werfen. Oder beim „Wheel Flip“ möglichst viele Überschläge mit einem Traktorreifen zu schaffen. 

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Beim „Wheel Flip“ gilt es, mit einem Traktorreifen so viele Überschläge wie möglich zu schaffen.

Wettbewerb in Rheinbach zum ersten Mal mit anderen Teams

Nachdem der Wettbewerb intern bereits seit Jahren einen sportlichen Höhepunkt für die Inhaftierten darstellt, hatten Sportkoordinator Rudolf Armbruster und sein Team den Wettbewerb diesmal auf breitere Füße gestellt und auch Kraftsportler aus anderen Justizvollzugsanstalten eingeladen.

Bei der Auswahl der Teilnehmer ging es übrigens nicht nach Art des Verbrechens, sondern danach, wie sich der Inhaftierte im Vollzug verhält. 

JVA Rheinbach nutzte den Heimvorteil

Das Team der JVA Rheinbach konnte am Ende den Heimvorteil bei der Mannschaftswertung in einen Gesamtsieg nach Punkten verwandeln und auch bei den Einzelwertungen in Führung gehen. Für die Sieger gab es Pokale, für alle Teilnehmer Urkunden.

Viel wichtiger aber als die Tabelle ist den Organisatoren der integrative Effekt. „Dieser sportliche Wettbewerb stärkt die Kameradschaft untereinander sehr. Die Teilnehmer feuern sich gegenseitig an, auch ihre Konkurrenten. Und wir lachen auch viel zusammen“, erklärt Sportkoordinator Armbruster. Sein Kollege von der JVA Düsseldorf ergänzt: „Dies ist unser erster auswärtiger Wettbewerb im Fitnessbereich, wir sind begeistert.“

Nach dem Kraftakt des Wettbewerbs stärkten sich alle Teilnehmer und Beamten beim gemeinsamen Grillen auf dem Sportgelände der JVA Rheinbach. (iri)

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