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Ersatz für den berühmten Übergang Kriegt Remagen eine Hängeseilbrücke über den Rhein?

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Das ist übrig von der „Brücke von Remagen“. Neben den Türmen könnte bald eine neue Hängeseilbrücke entstehen. 

Remagen – Im zweiten Weltkrieg spielte sie eine ganz entscheidende, später sogar die Hauptrolle in einem Hollywood-Film. Die „Brücke von Remagen“ ist weltweit bekannt – obwohl sie schon seit 74 Jahren zerstört ist. Am 17. März 1945 stürzte sie ein, riss 30 US-Soldaten in den Tod. Doch bald könnte es eine Neuauflage geben.

Zwischen Remagen und Unkel: Bürgermeister prüfen Machbarkeit einer Hängeseilbrücke

Der tollkühne Plan der Bürgermeister von Remagen, Björn Ingendahl, und Unkel, Karsten Fehr: eine Hängeseilbrücke über den Rhein, an der Stelle, an der einst die Ludendorff-Brücke (nach General Erich Ludendorff benannt) die beiden Städte verband. „Wir haben gerade eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben“, verrät Ingendahl unserer Redaktion.

Fußgänger und Radfahrer könnten also in Zukunft hier über den Rhein kommen. „Dadurch würde sich auch die Möglichkeit ergeben, die europäischen Radfernwege auf beiden Seiten des Rheins zu verbinden“, so Ingendahl. Dazu kommt der „Erlebnisfaktor“, den eine solche Brücke hätte.

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Remagens Bürgermeister Björn Ingendahl

Standpunkt leicht versetzt neben berühmtem Übergang 

Der ursprüngliche Plan, die Hängeseilbrücke genau zwischen die noch erhaltenen Brückentürme hindurchzuführen, geht aber nicht auf.

„Das dürfen wir wegen des Denkmalschutzes aber nicht, aber wir könnten es direkt daneben machen“, sagt Ingendahl. Und er verrät im Gespräch mit unserer Redaktion sogar schon, wie das Konzept aussieht: „Die ersten Besprechungen mit Ingenieuren haben uns sehr hoffnungsvoll gestimmt. Denn von der Erpeler Ley könnte man die Abspannung auf unsere Seite bringen. Das muss in einer gewissen Höhe passieren.“ Noch gibt es allerdings keine fertigen Grafiken, wie die Hängebrücke wirklich aussehen würde.

Hängeseilbrücke über den Rhein wäre sicherlich ein Besuchermagnet

„Die aktuelle Planung sieht so aus, dass man auf unserer Seite den Aufgang und auf der anderen Seite den Abgang machen könnte“, so Ingendahl.
Wie sehr alle an der „Brücke von Remagen“ hängen, zeigt auch das neue Logo der Stadt. Seit kurzem sind dort nämlich auch die Türme zu sehen. Ingendahl: „Die Brücke hat uns weltweit bekannt gemacht, ist unser Alleinstellungsmerkmal.“

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Die Hängeseilbrücke „Geierlay“ ist ein Besuchermagnet.

Dass eine neue Brücke auch zusätzlich Touristen anlocken würde, zeigt ein anderes Beispiel: Die Geierlay im Hunsrück lockte bis Dezember 2018 in den ersten drei Jahren satte 820.000 Besucher an. Sie liegt zwar deutlich höher (100 Meter über dem Boden), ist mit ihren 360 Metern aber nur ein kleines Stück länger. Die originale „Brücke von Remagen“ war 325 Meter lang.

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