Viele Promis machen mit Rettet den Bonner Einzelhandel – sonst stirbt die City

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Auch Karnevalsprinz Richard Recker macht bei der Kampagne mit.

Bonn – Die Bonner City steht still, die meisten Geschäfte sind dicht. Das Coronavirus verändert unser Leben komplett.

Doch sobald die Krise endet, sind die Geschäfte in der Innenstadt noch mehr als sonst auf treue Kunden angewiesen. Für diese Zeit startet der City-Marketing Bonn jetzt schon eine Kampagne und appelliert an jeden Bonner „Bleib stark, kauf vor Ort!“.

Rettet den Bonner Einzelhandel: Schild mit Slogan geht viral

Ein Schild mit diesem Slogan in der Hand haltend posieren nun Einzelhändler, ihre Kunden und bekannte Bonner wie Ex-Karnevalsprinz Richard I.  oder Oberbürgermeister Ashok Srdiharan auf Facebook. 

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Auch Maike Reinhardt kämpft für die Bonner Geschäftsinhaber.

Aber wie kann man aktuell denn vor Ort einkaufen? Nicht jeder Laden hat einen Online-Shop oder Lieferdienst, auf den der treue Kunde ausweichen kann. Hinter der Aktion steckt die Bitte, das Geld lieber für den Moment zu sparen, in dem sich die Ladentüren wieder öffnen. „Geht nicht zu den Online-Riesen und kauft Dinge, die ihr nicht braucht, nur weil ihr Langeweile habt“, betont Maike Reinhardt, ehrenamtliche Geschäftsführerin von City-Marketing. Sonst werde es den ein oder anderen Laden nicht mehr geben. „Es geht um Existenzen.“

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Rettet den Bonner Einzelhandel: Idee beim Weg zum Arbeitsplatz

Die Idee zur Kampagne hatte Patrick Müller. Dem Augenoptik- und Hörakustikmeister wurde auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz bei „Kröber“ am Friedensplatz ganz mulmig, als er an all den geschlossenen Geschäften vorbei lief. „Das, was Wirtschaftsexperten den Städten für die nächsten Jahre aufgrund des Online-Handels prophezeiten, wird durch einen Virus im Moment Realität“, schreibt Müller auf Facebook. 

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Patrick Müller hatte die Idee zu der Kampagne.

Einige Läden werden in der Krise sehr kreativ: Nicht nur Essen, sondern auch Bücher oder Kiosk-Artikel werden geliefert. „Das, was ich höre, funktioniert super“, sagt Reinhardt. Der Lieferdienst stelle für viele aber auch eine neue Herausforderung dar. Auf der Homepage des Marketing-Vereins informieren Mitglieder über ihre Angebote unter dem Motto „Wir sind weiterhin für sie da!“.

Die Stimmung unter den Einzelhändlern bleibt gedrückt. Laut Reinhardt haben fast alle Kurzarbeit angemeldet, einige verhandeln mit ihren Vermietern, nehmen Kredite auf und manche bereiten schon ihre Insolvenz vor. Wie stark den Einzelnen die aktuelle Lage trifft, hängt von den Rücklagen ab. Die fehlten gerade Jungunternehmern, die ihr Geschäft gerade erst eröffnet haben, und vielen Gastronomen.

Rettet den Bonner Einzelhandel: Fotos für City-Marketing

Reinhardt wünscht sich für die Zeit nach den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus von ganzem Herzen ihr „geliebtes Bonn belebt und mit Menschen“ zurück. Zur Unterstützung der Kampagne kann jeder ein Foto mit seiner Geschichte an info@bonn-city.de mailen, dass dann bei Facebook veröffentlicht wird. Einzelhändler können so auch nochmal publik machen, was sie gerade trotz Schließung anbieten. (lmc)
 

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