Horror-Unfall auf A3 bei Königswinter Krasse Fotos von Gaffern machen fassungslos

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Die Unfallstelle auf der A3 bei Königswinter.

Königswinter – Donnerstag gegen 14.10 Uhr passierte auf der A3 in Höhe Königswinter ein schwerer Unfall. Der Fahrer eines Kleinlasters fuhr an einem Stauende auf einen 40-Tonner auf. Der Mann aus Ungarn wurde in seiner völlig zerfetzten Fahrerkabine eingeklemmt. 

Für Feuerwehr und Rettungskräfte begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn der Verletzte war lebensgefährlich verletzt, blutete stark, er musste so schnell wie möglich befreit und behandelt werden. Eine dramatische Rettung begann – und das war offenbar genau das Richtige für Gaffer, die auf der Gegenspur unterwegs waren und zum Teil mal eben am Steuer ihr Handy zückten.

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In diesem Wagen zückten gleich Fahrer und Beifahrer das Handy, um Fotos oder Filme von dem Unfall zu machen.

Horror-Unfall auf A3 bei Königswinter: EXPRESS-Fotograf fotografiert Gaffer

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EXPRESS-Fotograf Ralf Klodt machte vor Ort Bilder – auch von den Gaffern! Unfassbar: Auf einem Bild ist ein Audi zu sehen, in dem sowohl Fahrer als auch Beifahrer mit ihren Handys die Unfallstelle und den Einsatz fotografierten oder möglicherweise sogar filmten. 

Der EXPRESS-Fotograf stellte seine Gaffer-Fotos der Polizei für weitere Ermittlungen zur Verfügung. „Wir sind sehr dankbar dafür“, erklärt Polizeisprecher Christoph Gilles. Er pocht darauf, dass in diesen Fällen neben den Insassen auch das Autokennzeichen auf den Fotos erkennbar sein muss. 

Gilles macht klar: Das Zur-Schau-Stellen der Hilflosigkeit einer Person auf einer Bildaufnahme ist strafbar. Der Straftatbestand ist bereits dann erfüllt, wenn man Bilder macht und nicht erst, wenn man sie im Internet hochlädt.

Horror-Unfall auf A3 bei Königswinter: Dramatische Rettung des Opfers aus Wrack

„Der Fahrer des Kleintransporters war lebensbedrohlich verletzt, wir haben ihn mit einer Sofortrettung aus dem Wrack rausgeholt“, erklärte Marc Neunkirchen von der Feuerwehr Königswinter die dramatische Rettung. Der Verletzte war zunächst nicht ansprechbar. Er wurde in die Bonner Uni-Klinik gebracht. 

Laut Polizeisprecher Gilles schwebt der Mann (24) aus Ungarn inzwischen nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Der 24-Jährige ist jedoch sehr schwer verletzt, hat unter anderem mehrere Knochenbrüche erlitten. Er wird noch längere Zeit im Krankenhaus liegen.

Horror auf A3 bei Königswinter: Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an

Auch der leicht verletzte Sattelzug-Fahrer (44, ebenfalls aus Ungarn) war ins Krankenhaus eingewiesen worden. Er konnte aber nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden.

„Zum Unfallhergang dauern die Ermittlungen an“, so Christoph Gilles. Offenbar war der Fahrer des Kleintransporters mit sehr hoher Geschwindigkeit nahezu ungebremst auf den bereits stehenden Sattelzug aufgefahren. 

Unfall auf A3: Gaffer fuhren mit Handy an Unfallstelle vorbei

Während des Rettungseinsatzes sei es wegen Gaffern zu brenzligen Situationen auf der Gegenfahrspur gekommen, berichtete auch Marc Neunkirchen von der Feuerwehr Königswinter. „Mehrere Verkehrsteilnehmer sind mit Handy am Steuer an der Unfallstelle vorbeigefahren. Das war sehr auffällig“, so der Feuerwehrmann, der mit rund 45 Kollegen im Einsatz war.

Die A3 war nach dem Unfall ab Königswinter in Fahrtrichtung Oberhausen gesperrt. Am Nachmittag lief der Verkehr zumindest einspurig. (iri)

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