Für Corona-Tote Stadt Siegburg stellt Kühlcontainer auf Friedhof auf

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Hier wird der Kühlcontainer abgeladen. 

Siegburg – Es scheint makaber, doch es ist bittere Realität inmitten der Corona-Krise...

Der Krisenstab der Stadtverwaltung Siegburg hat aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Pandemie und der zu erwartenden höheren Sterbezahlen entschieden, einen Kühlcontainer zu bestellen.  Dieser wurde Mittwochmorgen geliefert und mit einem Autokran auf den Nordfriedhof gehoben. 

Stadt Siegburg stellt Kühlcontainer auf: Entscheidung fiel schon vor Wochen

„Die Bilder aus dem italienischen Bergamo sind mir nicht aus dem Kopf gegangen“, erklärt Bürgermeister Franz Huhn. Daher wünsche er sich für seine Stadt einen würdigeren Umgang mit den Corona-Opfern. Für den Notfall, der hoffentlich nicht eintrete, seien daher die Kapazitäten hochgefahren worden. 

„Die Entscheidung fiel schon vor einigen Wochen, die Lieferung zog sich – verständlicherweise, betrachtet man die aktuelle Situation auf der ganzen Welt – etwas hin“, so Stadtsprecher Jan Gerull. Der Container sei vorerst für ein halbes Jahr gemietet worden. Gerull: „Wobei sich der Zeitraum an den Angaben des Robert-Koch-Instituts über den wahrscheinlichen Pandemieverlauf orientiert.“

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Es geht um eine Präventivmaßnahme für den Fall, der hoffentlich nicht eintritt. Im Krisenstab möchte man „vor und nicht hinter der Lage“ sein, hieß es aus der Stadtverwaltung. Durch den Container erhöhen sich die städtischen Kapazitäten um bis zu 23 Plätze. Bislang starben im Rhein-Sieg-Kreis zwölf Coronavirus-Infizierte, die Stadt Siegburg selbst beklagt bislang noch keinen Corona-Toten. (iri)

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