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Tierischer Schwerenöter Erst Neuwied, jetzt Eitorf: Wolf gründet gleich zwei Familien

Ein Wolfsrüde gründete zwei Familien.

Ein männlicher Wolf, zwei Familien: Ein Tier zeugte in der Region erst in Neuwied, dann in Eitorf Nachwuchs. Das Symbolfoto zeigt einen Wolf in einem bayerischen Wildpark.

Eitorf – Ein Wolf in der Region entpuppt sich als richtiger „Schwerenöter“. Eigentlich gelten die Tiere als monogam. Deshalb gibt es Rätselraten, warum ein Rüde aus Neuwied in Rheinland-Pfalz seine Partnerin, mit der er im vorigen Jahr fünf Welpen hatte, verlassen hat – und in Eitorf eine neue Familie gründete!

Dieses mittlerweile in Eitorf ansässige Männchen wurde nun offiziell von Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) als der Wolf aus Neuwied identifiziert. Er hat die Kennung GW1159m.

Wolf in Eitorf eindeutig identifiziert

Mithilfe der genetischen Untersuchungen des Senckenberg-Forschungsinstituts in Gelnhausen sei dies anhand von Losungsfunden (Kot) geklärt werden. Auch ein Weibchen mit der Kennung GW1415f konnte am 2. Juli bei Eitorf identifiziert werden. 

„Wölfe leben zwar monogam“, so Lanuv-Pressesprecher Wilhelm Deitermann auf Nachfrage der Redaktion. „Probleme in der Partnerschaft“ seien jedoch nicht auszuschließen. Vielleicht sei das Weibchen auch verunglückt und der Wolf habe sich deswegen eine neue Partnerin gesucht.

Wolf in Eitorf immer wieder an der Sieg beobachtet

Das Umweltamt in Rheinland Pfalz konnte kurzfristig keine Auskunft darüber geben, was mit der ersten Partnerin des Wolfes, die die Kennung GW914f hat, passiert ist. Der Rüde sei jedoch am 28. August dieses Jahres erneut in Altenkirchen gesehen worden.

Wölfe können an einem Tag rund 70 Kilometer zurücklegen. Da sei ein Besuch bei der alten Familie im Westerwald nicht auszuschließen. Seine neue Partnerin in Eitorf ist dem Rüden schon länger bekannt. Ob er seiner „Jugendliebe“ an die Sieg gefolgt sei, darüber könne nur spekuliert werden. Fest stehe jedoch, so das rheinland-pfälzische Umweltministerium, dass beide am 9. Dezember 2019 in Altenkirchen Kontakt hatten. Zur Paarung habe sich der Rüde aber wohl erst einmal eine andere Fähe gesucht.

Weitere Nachweise gibt es zurzeit im Rhein-Sieg-Kreis nicht. „Bis auf Eitorf sind in den vergangenen Wochen keine Wölfe gesehen worden“, teilte Elisabeth Trimborn mit, Vorsitzende der Kreisjägerschaft.

Dieser Artikel erschien zuerst im Kölner Stadt-Anzeiger.

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