Engpässe bei Grippe-Impfstoff Wartelisten in Bonn werden immer länger

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Die Nachfrage nach Grippeimpfungen ist enorm, der Nachschub lässt in Bonn und Umgebung auf sich warten. Das Symbolfoto zeigt einen Arzt in Ravensburg, der eine Kollegin impft.

Bonn – Der Herbst rückt voran und die Grippe-Saison näher. Die Bonner Apotheken warten weiterhin auf die bestellten Influenza-Impfdosen, derweil werden die Wartelisten immer länger.

„Wir haben leider gar nichts mehr“, sagt eine Beueler Apothekerin. „Wir müssen einige Kunden und Ärzte noch nachversorgen.“ Vielleicht, sagt sie, sehe es in zwei bis drei Wochen besser aus.  

Engpass bei Grippe-Impfdosen in Bonn und Umgebung

Apotheker im Nordrhein-Gebiet melden sehr große Engpässe bei Grippeimpfstoffen. Das ergab Mitte Oktober eine Blitzumfrage unter den Mitgliedern des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. zur Verfügbarkeit von Grippeimpfstoffen.

„Die Situation hat sich nicht geändert. Wir warten auf die November-Lieferungen“, bestätigt Ute Schneider-Jacobs, Pressesprecherin des Apothekerverbands Nordrhein e. V. in Bonn.

Engpass bei Grippe-Impfdosen: alle auf einen Schlag

„Der Bedarf ist höher als letztes Jahr. Die Leute kamen früh und wollten sich auf einen Schlag impfen lassen“, sagt Schneider-Jacobs, die die Burg-Apotheke in Bad Godesberg leitet. 

Die Apothekerin erwartet die bestellten Impfdosen in der nächsten Woche, weiß aber nicht, wie viele dann tatsächlich kommen.

Engpass bei Grippe-Impfdosen: Kunden auf mehreren Wartelisten

Auch bei Apothekerin Ulrike Jüngel-Sandner in Sankt Augustin ist die Nachfrage hoch. 80 Leute stehen bei ihr auf der Warteliste. „Was die Statistik etwas verzerrt, ist, dass einige Kunden bei mehreren Apotheken auf der Warteliste stehen“, sagt Jüngel-Sandner.

Nachschub ist unterwegs, aber die Apothekerin fragt sich, wie viel am Ende bei ihr ankommt: „Nach welchem System die Nachbestellungen verteilt werden, das frag ich mich auch.“

Engpass bei Grippe-Impfdosen: KV Nordrhein kündigt Entspannung der Lage an

Auch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein berichtet von einer weiterhin hohen Nachfrage im Rheinland und zunehmenden Berichten von Praxen, in denen die Impfdosen zur Neige gehen.

Aber Pressesprecher Christopher Schneider kann trotzdem Entwarnung geben: „Für November sind weitere sechs Millionen Impf-Dosen, die das Bundesgesundheitsministerium geordert hat, angekündigt – diese werden nach und nach in den Praxen ankommen und die Lage entspannen, da der Bedarf an Nachbestellungen gedeckt wird.“

Bis zur Grippe-Hochsaison im Januar ist glücklicherweise noch etwas Zeit.(lmc)

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