Nach Schock-Aufnahmen Beängstigender Fund in rheinischem Wald bestätigt

Wolf_Eintorf

Der Wolf wurde in Eitorf-Obereip gesichtet.

Eitorf – Es waren Bilder, die die Leute im sonst so beschaulichen Eitorf aufschreckten.

Ein Wolf, der über die Wiesen im Ortsteil Obereip streift, ein junges Reh reißt und sich auch von Menschen nicht aufscheuchen lässt. Aber hat sich tatsächlich ein Wolf in den Rhein-Sieg-Kreis verirrt? Diesen Schluss ließen verschiedene Foto- und Videoaufnahmen zu, allesamt aus den letzten Tagen.

Kein Zweifel mehr am Wolf in Eitorf

Eine Woche später ist das Rätselraten um den Wolf beendet. Ja, es war ein Wolf, bestätigte das Landesumweltamt (LANUV) am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Bei den veröffentlichen Bildern handle es sich eindeutig um einen Wolfsnachweis. 

14 gesichtete Wölfe listet die Behörde in diesem Jahr bislang in NRW, der 15. Fall kommt nun aus Eitorf.

Zuvor hatte es bei der Analyse der Bilder noch Zweifel gegeben. „Das lässt sich nur anhand des Fotos nicht bestätigen“, erklärte Dietmar Birkhahn. Er ist Wolfsbotschafter im Oberbergischen Kreis.

Anschließend war das kurze Video aufgetaucht, auf dem ein junges Reh gerissen wurde. DNA-Spuren an diesem Tier sollten Aufschluss geben, ob es von einem Wolf angegriffen wurde. Doch nach einer intensiven Analyse reichten auch die Aufnahmen für die zweifelsfreie Erkenntnis.

Kein Grund zur Panik vor dem Wolf

Für Panik gäbe es dennoch überhaupt keinen Grund. Junge Tiere seien zwar neugierig, aber dennoch menschenscheu.

Einen Hinweis an Hundehalter gibt der Wolfsbotschafter dennoch: „Man sollte in vermuteten Wolfsgebieten unbedingt seinen Hund an der Leine und nahe bei sich halten. Vor der Kombination aus Mensch und Hund fürchtet sich der Wolf und bleibt entsprechend entfernt.“

Auch Nutztierhalter können ihre Tiere mit einfachen Maßnahmen wirksam schützen. „Mit vernünftigem Zaunbau lässt sich vieles verhindern“, so Birkhahn, „entscheidend hierfür ist auch, dass Strom auf dem Zaun ist.“

Begegnungen mit einem Wolf melden

Bis die Gegend rund um Eitorf zu einem Wolfsgebiet erklärt werde könnte, ist es aber noch ein weiter Weg.

Erst wenn ein Wolf über einen Zeitraum von sechs Monaten regelmäßig gesichtet wird, würde der Bereich inklusive einer Pufferzone entsprechend gelistet.

Dafür sollte jede Begegnung mit einem Wolf zeitnah an das Landesumweltamt NRW (LANUV) gemeldet werden.

Alle Infos dazu gibt es auf der Internetseite www.wolf.nrw oder unter der Telefonnummer 02361 305 0.

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