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„Drive-in“ in Mechernich Dreister Einbruchsversuch in neuer Coronatest-Station

DRK Drive-In_Schalter 2 (1)

Wie in dieser nachgestellten Szene läuft es am „Drive-in“-Schalter ab. 

Mechernich – Seit verganer Woche Montag ist der „Drive-in“ im ehemaligen Burger-King-Restaurant wieder geöffnet: Statt Burger und Pommes gibt es dort jetzt einen Coronatest – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen! Statt Hunger sollte man eine Überweisung des Hausarztes mitbringen. 

Seit Tagen hat die Kassenärztliche Vereinigung mit Unterstützung des DRK im Kreis Euskirchen sowie der Kreisverwaltung daran gearbeitet, die Einrichtung eines „Drive-in-Verfahrens“ zur Durchführung von Untersuchungen auf das Coronavirus in den seit langem leerstehenden Räumlichkeiten zu installieren. 

Corona-„Drive-In“ in Mechernich: Dreister Einbruchsversuch blieb erfolglos

Wenige Tage nach dem erfolgreichen Start des „Drive-Ins“ gab es allerdings auch eine erste unangenehme Überraschung: Bereits am Freitag hatten Unbekannte offenbar versucht, in die Räumlichkeiten einzubrechen. Die Spuren waren von Mitarbeitern entdeckt worden.

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DRK-Geschäftsführer Rolf Klöcker erklärte, dass Einbruch, möglicherweise auf der Suche nach Schutzausrüstung, zwecklos sei: „Es gibt bei uns nichts zu holen. Die Teststäbchen, die Schutzausrüstung und die Patienten-Unterlagen werden jeden Abend mitgenommen.“

„Drive-in“ in Mechernich: Überweisung und Termin sind zwingend erforderlich

„Der aktuell eingesetzte Fahrdienst des Roten Kreuzes, der Hausbesuche bei den Betroffenen durchführt, arbeitet am Limit und kann die hohe Nachfrage nur mit Zeitverzögerung abarbeiten“, so Kreissprecher Wolfgang Andres. Daher solle das „Drive-in“ in Mechernich jetzt kurzfristig Abhilfe verschaffen. DRK-Geschäftsführer Rolf Klöcker: „Wir sind mit der mobilen Probenentnahme vor zwei Wochen gestartet. Da waren es vier Proben am Tag – inzwischen sind es 80.“

Coronatest-Drive-in

Im leerstehenden Burger-King-Restaurant gibt es jetzt ein Coronatest-Drive-in.

Klöcker ist am Ex-Burger King vor Ort. „Der erste Patient war kurz vor 9 Uhr da“, erzählt er. Bereits am Sonntag seien die ersten Anrufe eingegangen und Termine vereinbart worden. 

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„Drive-in“ in Mechernich: So läuft das Prozedere ab

Voraussetzung für einen Abstrich im Drive-in-Zentrum ist eine Laborüberweisung des Hausarztes. Wer grippeähnliche Symptome aufweist, muss also wie bisher seinen Hausarzt anrufen, der dann nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts entscheidet, ob eine Untersuchung auf das Coronavirus erforderlich ist.

Ist das der Fall, setzt sich der Hausarzt mit dem DRK in Verbindung. „Wir rufen dann den Patienten an und vereinbaren mit ihm einen Termin für das Drive-in-Zentrum“, erklärt DRK-Geschäftsführer Klöcker. Das sei entscheidend für einen reibungslosen Ablauf. 

„Drive-in“ in Mechernich: Das Probenröhrchen gibt es am ehemaligen Burger-Counter

Mit Überweisung und Termin fährt der Patient dann bis zum „Drive-in“ vor, muss sich ausweisen und seine Probennummer, die er zuvor erhalten hat, nennen. Erst dann bekommt er am ehemaligen Burger-Counter ein Probenröhrchen durchgereicht. Den Rachen-Abstrich nimmt er selbst vor. Anschließend gibt er den Test zurück.

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Die DRK-Mitarbeiter am „Drive-in“ tragen Handschuhe und Schürze und sind durch eine Plexiglas-Scheibe von den Patienten getrennt. „Anders als noch beim Burger King haben wir das Glas baulich verändert, so dass die Mitarbeiter absolut geschützt sind“, so Rolf Klöcker. 

„Drive-in“ in Mechernich: DRK-Mitarbeiter zum Teil unter Vollschutz im Einsatz

Sollte ein Patient nicht in der Lage sein, den Abstrich selbst vorzunehmen, geht ein Mitarbeiter unter Vollschutz – in Overall, mit Mundschutz, Schutzbrille und Handschuhen – zu ihm ans Auto und nimmt den Abstrich vor. 

DRK-Geschäftsführer Klöcker rechnet allein am Montag mit rund 140 „Drive-in-Kunden“. Theoretisch, so erklärt er, sei ein Abstrich alle drei Minuten möglich. Das Ergebnis soll nach zirka zwei Tagen dem jeweiligen Hausarzt vorliegen. (iri)

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