Rosenmontag dienstfrei? Bonns Oberbürgermeisterin macht 'ne klare Ansage

Symbolfoto_Stadthaus_Bonn

Seit 2013 gilt per Vertrag: Rosenmontag wird im Bonner Stadthaus nicht gearbeitet. Doch was ist in Corona-Zeiten?

Bonn – Auch wenn mit dem 11.11. die närrische Session eröffnet ist: Gar nicht lustig entwickelt sich gerade eine Diskussion in Bonn über den Rosenmontag.

Den rund 7000 Mitarbeitern der Stadt steht an diesem eigentlichen Höhepunkt der Session ein freier Tag zu. Ausgehandelt 2013 mit dem damaligen Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch. Die Stadthäusler verzichteten im Gegenzug auf einen halben freien Tag am Veilchendienstag – der aber zusammen mit dem Rosenmontag bis dahin nur auf freiwilliger Basis von der Verwaltung gestattet wurde.

Rosenmontag dienstfrei: Vorschlag vom Personalratschef

Doch in Corona-Zeiten ist fast alles anders. Sollte der freie jecke Tag da nicht entfallen? Das will der Personalrat nicht akzeptieren. Vertrag sei Vertrag. Aber weil es Rosenmontag 2021 nicht nach Schunkeln und Feiern aussieht, macht Personalratschef Christoph Busch folgenden Vorschlag: Der vertraglich zugesicherte Tag solle doch dann auf einen Brückentag oder den Tag vor Ostern gelegt werden.

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Und warum nicht in diesen besonderen Zeiten mal auf den „Schunkel-Tag“ verzichten? Busch: „Wenn wir Sachen einfordern oder anregen wie zum Beispiel Betriebsferien wegen geleisteter Überstunden kommt die Verwaltung uns ja auch nicht entgegen.“

Rosenmontag dienstfrei: Kritik von früherem SPD-Fraktionschef

Der frühere SPD-Fraktionschef Wilfried Klein kann über die Dienstfrei-Forderung in der aktuellen Situation „nur den Kopf schütteln“ und macht seinem Unverständnis bei Facebook Luft. Klein verweist auf Bonner, die sich gerade nur mit Kurzarbeitergeld über Wasser halten können. Er wirft dem Personalrat vor, es an „Empathie“ fehlen zu lassen. 

EXPRESS fragte bei Oberbürgermeisterin und Verwaltungschefin Katja Dörner (Grüne) nach. Und die machte klar: „In der jetzigen Zeit halte ich das Beharren auf einen freien Rosenmontag für ein schwieriges Signal. Wie wir als Stadt mit dieser Forderung umgehen, möchte ich in aller Ruhe mit dem Personalrat besprechen.“

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