Heftige Vorwürfe Bonnerin (64) kommt nicht aus der Türkei raus

Yüksel Weßling

Yüksel Weßling darf die Türkei nicht verlassen.

Bonn/Istanbul – Im August 2019 reiste die Bonnerin Yüksel Weßling in die Türkei, weil ihr Bruder im Sterben lag. Die 64-Jährige hat die doppelte Staatsangehörigkeit, arbeitete 25 Jahre für die Stadt Hannover, lebt jetzt mit ihrem Mann in der Bundesstadt.

Als Weßling im Oktober wieder ausreisen wollte, wurde sie in Istanbul festgenommen, saß vier Tage in Polizeihaft. Danach erhielt die Bonnerin ein Ausreiseverbot. 

Heftige Anklage gegen Bonnerin

Jetzt liegt die Anklage gegen die 64-Jährige vor: Mitgliedschaft in einer bewaffneten terroristischen Vereinigung wird ihr vorgeworfen. Hintergrund: In Hannover war Yüksel Weßling für Integration zuständig, hatte Kontakte zu migrantischen Organisationen und Vereinen. Kontakte, die der Sozialpädagogin jetzt offenbar zum Verhängnis wurden. 

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Wie EXPRESS erfuhr, stand ihr Name in Registern verschiedener Vereinen – obwohl Yüksel Weßling sich von diesen distanziert. Momentan lebt sie bei ihrer Schwester im Osten der Türkei, wird vom Auswärtigen Amt konsularisch unterstützt.

Prominente aus der Region unterstützen Bonnerin

Mehrere Prominente aus der Region, aber auch aus Niedersachsen kämpfen jetzt für Yüksel Weßling. Darunter der Kölner Schriftsteller Günter Wallraff, die Bonner Politiker Bernhard „Felix“ von Grünberg, Katja Dörner, Lissi von Bülow, Michael Faber, die stellvertretende Ministerpräsidentin von Niedersachsen Heidi Merk.

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Auch Schriftsteller Günter Wallraff setzt sich für die Bonnerin Yüksel Weßling ein.

Aktuell sitzen in der Türkei 59 Deutsche in Haft. Am Mittwoch, 5. August, soll es in Köln eine Mahnwache für Yüksel Weßling, aber auch für die anderen Inhaftierten und Angeklagten geben.

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