Verzögerungen wegen Corona Bonner Viktoriabrücke wird vor den Sommerferien gesperrt

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Der Entwurf für die Viktoriabrücke inklusive Lichterhimmel

Bonn – Neuer Rückschlag bei den Sanierungsarbeiten an der Viktoriabrücke! Die Bauarbeiten am Millionenprojekt beschäftigen Bonn schon seit mehreren Jahren, immer wieder gab es neue Verzögerungen, Probleme und Kostendiskussionen.

Kein großes Wunder, dass sich nun auch noch die Corona-Krise negativ auf die Arbeiten am Nadelöhr auswirkt.

Spezialisten und Baumaterial fehlen: Verzögerungen bei Bonner Viktoriabrücke

Weil wichtige Spezialisten und benötigtes Baumaterial wegen der derzeitigen (Reise)- Beschränkungen derzeit nicht nach Bonn gelangen, kommt es bei den Arbeiten zu weiteren Verzögerungen. Doch nicht nur das: Um den Zeitplan nicht komplett zu torpedieren, muss die Brücke im Sommer für zwei Wochen komplett gesperrt werden.

Hintergrund: Durch die benachbarte Trasse der Deutschen Bahn darf nur dann gebaut werden, wenn der Bahnverkehr eingeschränkt verläuft. Solche Zeitfenster sind allerdings recht selten und nur kurz. Damit eine Verzögerung von bis zu zwei Jahren verhindert werden kann, muss ein solches Zeitfenster zwischen Juli und August genutzt werden.

Verzögerungen bei Viktoriabrücke bedeuten neue Mehrkosten für Stadt Bonn

„Wir setzen alles daran, dass wir in diesen zwei Wochen wie geplant fertig werden“, sagte Peter Esch vom Tiefbauamt der Stadt bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Oberbürgermeister Ashok Sridharan nannte die zweiwöchige Sperrung das „deutlich geringere Übel“ im Vergleich zu einer erheblichen Verlängerung der Bauzeit.

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Die Vollsperrung ist für die Zeit vom 19. Juni bis zum 3. Juli geplant und fällt damit nur zum Teil in die am 29. Juni beginnenden Sommerferien. Für die Vollsperrung ist eine Umleitung über die Strecke Am Propsthof - Auf dem Hügel vorgesehen. Schon jetzt bedeuten die unvermeidbaren Planänderungen einen Anstieg der Baukosten im sechsstelligen Bereich.

Die Arbeiten an der Brücke laufen seit Mai 2016, die Kosten explodierten in dieser Zeit von anfänglich 24,6 Millionen auf etwa 45 Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2021 oder Anfang 2022 abgeschlossen sein.

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