Das gibt’s nur einmal in Bonn 13 Läden auf 300 Metern, das Geschäft überrascht

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In der Passage am Hauptbahnhof reihen sich die ersten Bäcker aneinander.

Bonn – Zu Tausenden strömen die Pendler morgens aus den vollen Zügen in den Bonner Hauptbahnhof, von dort geht es in alle Himmelsrichtungen zur Arbeit.

Wer dabei Hunger auf ein erstes oder zweites Frühstück verspürt, hat Glück. Denn zwischen Hauptbahnhof und Münsterplatz ist ganz schön was gebacken.

Bäcker in Bonn: 13 Läden auf 300 Metern

Auf den rund 300 Metern von der Passage unter dem Maximiliancenter bis zum Bonner Münster sind Bäckereien wie auf einer Perlenkette aufgereiht, ganze 13 Stück sind es insgesamt.

Vier zunächst unterirdisch, zwei weitere in der Bahnhofshalle. Es folgen vier Bäcker auf den ersten Metern auf der Poststraße und drei direkt am Münsterplatz. „Ich schaue immer spontan was mich gerade anspricht“, berichtet eine Kundin, die mal wieder die Qual der Wahl hatte.

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Viele der Bonner Bäckereien locken die Kunden mit ihrer bunt gemischten Auslage an.

Laura (15) und Emili (16) konnten sich ebenfalls nicht so recht entscheiden. Erst ging es mit der Schulklasse zu Merzenich, dann zehn Meter weiter zu Lubig, „weil da die Auslage so schön aussieht.“

Bäckereien in Bonn: Konkurrenz belebt das Geschäft

Wer bis zu zwölf Konkurrenten um sich herum hat, der muss die vielen Passanten auf der Poststraße eben auf den ersten Blick überzeugen. Das war auch der Kölner Bäckerei Merzenich bewusst, die vor einigen Wochen neu hinzukam und ihre erste Filiale in der Bonner City eröffnete.

„Wir stellen uns mit Qualität“, erklärte Geschäftsführer Peter Otten die Wahl für das Ladenlokal im Maximiliancenter. Die SB-Bäckerei Backwerk ist dagegen mit gleich drei Filialen vertreten, zwei unter-, eine oberirdisch gelegen.

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Seit Mai ist auch Merzenich Teil der Bonner Bäckermeile.

Purer Zufall ist die Ansammlung der vielen Bäcker auf engstem Raum natürlich nicht. Der US-amerikanische Volkswirt Harold Hotelling (†1973) stellte im Jahr 1929 ein entsprechendes Theorem auf, nachdem Händler in Konkurrenzsituationen versuchen, möglichst nah an ihre jeweiligen Wettbewerber heranzurücken.

Trotz Bäcker-Wahnsinns: Noch ist Platz in Bonn

Dass dabei noch immer Platz für neue Konkurrenten ist, stellt die Klasse 5d des Friedrich-Ebert-Gymnasiums unter Beweis. Im Rahmen einer Spendenaktion für Hilfsprojekte in Benin hat sie sich auf dem Münsterplatz mit einem Kuchenverkauf aufgestellt, der bestens läuft.

Die Kostprobe beweist: Auch sie stellen sich mit Qualität. „Vielleicht kommen die Leute zu uns, weil wir nur heute hier sind“, vermuten einige Schülerinnen.

Doch auch dauerhaften Bewerbern steht die Tür derzeit wieder offen: Das Ladenlokal in der Poststraße 22 steht gerade leer. Vielleicht ist bald auch dort ganz schön was gebacken.

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